Termin Informationen:

  • Sa
    23
    Nov
    2019

    Thementag: Die Würde der Gebärenden ist (un)antastbar! Gewalt unter der Geburt darf nicht sein!

    14:00 – 18:00 UhrFamilienplanungszentrum Balance I Mauritiuskirchstraße 3 I 10365 Berlin, Deutschland

    Veranstaltung des Förderverein Normale Geburt e.V. in Kooperation mit dem Familienplanungszentrum BALANCE

    Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen (25.11.) lädt der Förderverein Normale Geburt e.V. in Kooperation mit dem Familienplanungszentrum BALANCE zum interdisziplinären Austausch zum Thema Gewalt in der Geburtshilfe ein.

    Nach Schätzungen von Soziologin Christina Mundlos erleben mindestens 40–50% aller Frauen physische oder psychische Gewalt unter der Geburt. Doch was bedeutet Gewalt unter der Geburt und gibt es diese Wirklich? Gewalt unter der Geburt hat viele Gesichter: medizinische Eingriffe ohne ausreichende Information oder Einwilligung, physische oder verbale Übergriffe oder Missachtung der Bedürfnisse der Gebärenden. Auch der (un)bewusste Missbrauch des Machtgefälles, das potentiell zwischen Fachleuten wie Hebammen und ärztlichen Geburthelfer*innen und der Gebärenden besteht (die Frau muss vertrauen, sie kann nicht kontrollieren während der Geburt) schränkt die Selbstbestimmung der Frau ein und verletzt diese. Dabei sollte nach Pierre Vellay jedoch gelten: "Die Geburt sollte für eine Frau die Stunde ihrer größten Würde sein.“.

    Die internationale Kampagne Roses Revolution hat dieses Problem in den letzten Jahren auch in Deutschland sichtbarer gemacht. Doch haben wir noch einen langen Weg vor uns, bis das Tabu gebrochen ist und keine Gebärende Gewalt während der Geburt erleben muss. Wir möchten die aktuelle Diskussion über Gewalt während der Geburt aufgreifen und einen Beitrag zur gewaltfreien Geburtshilfe leisten.

    Wir wollen auf unserem Thementag darüber reden, uns und andere sensibilisieren, die Möglichkeit des Austausches und der Hilfestellung nach Gewalterfahrung geben, das Thema aus der Tabuzone holen ohne zu sehr Schwarz-Weiß zu malen, sondern eher lösungsorientiert hinzuschauen:

    was braucht es, dass das nicht mehr passiert?

    Wo liegen die Ursachen für (un)bewusste und oft "unterschwellige", routinierte Gewalt?

    Wie können Frauen sich schützen?

    Was muss in den Kliniken und geburtshilflichen Einrichtungen passieren, damit die Bedingungen für eine individuelle, selbstbestimmte, frauenfreundliche Geburtshilfe tatsächlich- und nicht nur auf dem Papier- geschaffen werden?

    Wir möchten mit unserer Veranstaltung Betroffene, Schwangere und Fachpersonen erreichen. Auch richten wir unser Angebot gezielt an Partner*innen, da diese entweder Zeug*in der Gewalt wurden oder als Stimme der Frau dienen können, wenn diese mit der Geburtsarbeit beschäftigt ist.

    Für Kinderbetreuung ist gesorgt- bitte geben Sie Ihren Bedarf bei der Anmeldung an.

    Programm und Anmeldung finden Sie hier.

 

 

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