Termin Informationen:

  • Mi
    18
    Sep
    2019
    So
    27
    Okt
    2019

    "Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es.", S. de Beauvoir- Lesekreis anlässlich 70 Jahre "Das andere Geschlecht" (Simone de Beauvoir)

    19.30 UhrBildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

    Veranstaltung des Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

    1949 erschien in Frankreich "Le deuxième Sexe" der Philosophin und Schriftstellerin Simone de Beauvoir. In unzählige Sprachen übersetzt, gehört das bekannteste Werk des Feminismus zu dessen vergleichsweise wenig gelesenen Klassikern. Was nicht alleine in der Tatsache eines schon quantitativ opulenten Œvres begründet liegen dürfte, aber auch an der Zumutung, die Beauvoirs schonungslose Analyse und Kritik der gesellschaftlichen Frau-Werdung bedeutet. Zart besaitete Seelen der konservativen Reaktion sahen seinerzeit „(…) die Grenzen des Widerlichen, die Grenzen zum Brechreiz erreicht“. Obschon das Werk in seiner universalistisch-egalitären Ausprägung als Grundlagenwerk des Feminismus nicht nur für die darauffolgende Zweite Welle gelten kann, hatte und hat auch die feministische Rezeption nachfolgender Strömungen und Generationen ihre Probleme mit der Werkslektüre. Mit Beauvoirs "männlicher" Perspektive etwa. Mit der stellenweise herausgelesenen Essenzialisierung von Weiblichkeit. Mit provokanten Thesen wie auch drastischen Schilderungen der spezifischen Zurichtungen und deren Verinnerlichungsprozesse, die die weibliche Subjektwerdung in ihrer Widersprüchlichkeit prägen.
    Zeit für eine kritische Relektüre der feministischen Bibel. Im Lesekreis haben die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, sich gemeinsam mit Beauvoirs Kritik der Geschlechterdifferenz/-ierung auseinanderzusetzen. Mit Abstand von sieben Jahrzehnten fragen wir uns: Was können wir heute mit "Das andere Geschlecht" noch anfangen?

    Mehr Information finden Sie hier.

 

 

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