Feministischer Sommerkongress 2026
In einer Zeit, in der gesellschaftliche Errungenschaften weltweit durch Backlash-Tendenzen herausgefordert werden, setzen wir gemeinsam ein unüberhörbares Zeichen. Wir bringen zusammen, was zusammengehört: Erfahrung trifft auf frische Impulse, die analoge Welt auf den digitalen Wandel und die Zivilgesellschaft auf Politik, Wissenschaft und Verwaltung – laut, solidarisch und zukunftsorientiert.
Mit Workshops, Panels und Begegnungen entsteht ein Ort für feministische Praxis, kollektives Lernen und neue Bündnisse.
Seien Sie dabei, wenn starke Impulse den Kongress prägen: Am Samstag eröffnen Prof. Dr. Aysel Yollu-Tok und Adrienne Goehler gemeinsam das Programm, während Senatorin Cansel Kiziltepe den Sonntag mit einer inspirierenden Keynote einleitet.
Wann?
04. und 05. Juli 2026
Wo?
Martas Gästehäuser, Lehrter Str. 68, 10557 Berlin (nahe Hauptbahnhof)
Warum Sie dabei sein sollten!
Frauen und FLINTA* -Personen sind auch in Berlin weiterhin von struktureller Ungleichheit betroffen. Unser Kongress ist die Plattform, um dem entgegenzuwirken. Hier entstehen die Strategien für ein gerechteres Berlin.
Freuen Sie sich auf visionäre Konzepte – von geschlechtergerechter Stadtentwicklung bis zur Medizin der Zukunft – Inputs zu digitaler Souveränität sowie kritische Perspektiven auf KI und Algorithmen. Der FemSK 2026 steht im Zeichen des Ausbaus resilienter Netzwerkstrukturen und des Austauschs mit Akteur:innen, die Berlin aktiv mitgestalten.
Programm
Generationenübergreifende feministische Perspektiven
Dieser Schwerpunkt widmet sich dem Dialog zwischen den Generationen, um Themen wie Intersektionalität, Transrechte und digitale Aktionsformen zu diskutieren. Ziel ist es, trotz unterschiedlicher feministischer Konzepte solidarisch in Kommunikation zu bleiben und gemeinsam Brücken zwischen der analogen und digitalen Welt zu bauen.
Koordination: Sybill Schulz, Dr. Christine Kurmeyer, Pia Kaiser, Anab Awale
Gesellschaftliche und demokratische Herausforderungen für Frauen*
Diskutiert werden in diesem Zusammenhang Antifeminismus und demokratiefeindliche Strategien, Machtmissbrauch in der Wissenschaft und generell die Herausforderungen der Vereinbarkeit von Sorgearbeit und Erwerbstätigkeit.
Koordination: Friederike Speckmann, Dr. Christine Kurmeyer
Parität und politische Teilhabe in den Parlamenten
Dieses Thema behandelt die Umsetzung von Parität in Parlamenten und Gremien sowie die politische Teilhabe auf kommunaler und Landesebene. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Beteiligung von Planerinnen* an Stadtentwicklungsprozessen und der Entwicklung alternativer Teilhabeformen für Menschen ohne Wahlrecht.
Koordination: Dr. Christine Kurmeyer, Anab Awale
Digitale Gesellschaft sicher und gerecht gestalten - feministische Praxis und Perspektiven
Hier befassen wir uns mit digitaler Teilhabe, feministischer Netzpolitik und dem Schutz vor geschlechtsbezogener digitaler Gewalt. Zudem wird ein kritischer, verantwortungsbewusster Blick auf Künstliche Intelligenz sowie die Sichtbarkeit und Förderung von weiblichen Role Models in der Tech-Branche geworfen.
Koordination: Duscha Rosen
Berlin - Stadt für ALLE
Hier geht es um eine geschlechtergerechte Stadtentwicklung, die gezielt die Perspektiven von Alleinerziehenden*, Migrantinnen* und Frauen* mit Behinderungen einbezieht. Thematisiert werden zudem die drängenden Auswirkungen der Wohnungsmarktkrise und bestehende Diskriminierungen bei der Immobilienmiete.
Koordination: Dr. Hildegard Schicke, Elke Duda
Geschlechtergerechte Gesundheitsversorgung und Gender-Medizin
Der Schwerpunkt beleuchtet die Umsetzung feministischer Konzepte in der medizinischen Forschung, Lehre und Praxis. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der gesundheitlichen Situation von geflüchteten Frauen* in Unterkünften sowie dem barrierefreien und gerechten Zugang für marginalisierte Gruppen.
Koordination: Dr. Christine Kurmeyer, Friederike Speckmann
Gesellschaftliche Bedeutung sexueller Selbstbestimmung
Diskutiert werden strategische Wege zur Streichung des § 218, die Kostenübernahme für Verhütungsmittel und die Auswirkungen des Selbstbestimmungsgesetzes. Das Thema umfasst zudem Debatten über Körpernormen, Menopause und das Spannungsfeld zwischen Schutzdiskursen und Selbstbestimmung in der Sexarbeit.
Koordination: Sybill Schulz, Jenny Pollack
Ökonomische Unabhängigkeit und wirtschaftliche Teilhabe
Im Rahmen der sozial-ökologischen Transformation werden Handlungsempfehlungen für Lohngerechtigkeit und die Förderung von Frauen* in der Selbstständigkeit erarbeitet. Ein Fokus liegt auf dem Abbau struktureller Barrieren am Arbeitsmarkt, insbesondere für Alleinerziehende, geflüchtete Frauen und Freiberuflerinnen.
Koordination: Heidemarie Kollatz, Ayanga Victoria Edubio
Gewaltschutz in Deutschland – Ungehört. Ungeschützt. Ungeahndet.
Diese Sektion evaluiert den aktuellen Stand der praktischen Umsetzung der Istanbul-Konvention in Deutschland und Berlin. Neben dem Schutz vor häuslicher und digitaler Gewalt werden spezifische Konzepte für institutionelle Safer Spaces und der Schutz von Frauen* mit Behinderungen in Einrichtungen thematisiert.
Koordination: Dr. Farsana Soleimankehl-Hanke, Stefanie Ponikau, Katja Labidi
Frauen* und Frieden
Dieser Schwerpunkt widmet sich aktuellen feministischen Perspektiven auf die internationale Friedenspolitik, globale Konflikte und geopolitische Herausforderungen. Ziel ist es, Strategien zur aktiven Einbindung von Frauen* in Friedensprozesse zu diskutieren und ein starkes Zeichen für globale Solidarität zu setzen.
Koordination: Sybill Schulz, Dr. Christine Kurmeyer, Dr. Eva Schulze, Karin Knufmann-Happe, Anab Awale
Fraueninfrastrukturen sichern – stärken – ausbauen
Dieser Bereich widmet sich den Herausforderungen und Absicherungsstrategien für Berliner Frauen*projekte angesichts von Generationenwandel und prekärer Finanzierung. Es sollen konkrete Lösungen für eine zukunftsorientierte Transition der Trägerlandschaft und eine Verbesserung der Förderstrukturen entwickelt werden.
Koordination: Mechthild Rawert
Gefördert durch
Veranstaltet von
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