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Feministische Forderungen an die Berliner Landespolitik

Feministischer Sommerkongress 2026

In einer Zeit, in der gesellschaftliche Errungenschaften weltweit durch Backlash-Tendenzen herausgefordert werden, setzen wir gemeinsam ein unüberhörbares Zeichen. Wir bringen zusammen, was zusammengehört: Erfahrung trifft auf frische Impulse, die analoge Welt auf den digitalen Wandel und die Zivilgesellschaft auf Politik, Wissenschaft und Verwaltung – laut, solidarisch und zukunftsorientiert.

Mit Workshops, Panels und Begegnungen entsteht ein Ort für feministische Praxis, kollektives Lernen und neue Bündnisse.

Seien Sie dabei, wenn starke Impulse den Kongress prägen: Am Samstag eröffnen Prof. Dr. Aysel Yollu-Tok und Adrienne Goehler gemeinsam das Programm, während Senatorin Cansel Kiziltepe den Sonntag mit einer inspirierenden Keynote einleitet.

Wann?
04. und 05. Juli 2026

Wo?
Martas Gästehäuser, Lehrter Str. 68, 10557 Berlin (nahe Hauptbahnhof) 

Warum Sie dabei sein sollten!
Frauen und FLINTA* -Personen sind auch in Berlin weiterhin von struktureller Ungleichheit betroffen. Unser Kongress ist die Plattform, um dem entgegenzuwirken. Hier entstehen die Strategien für ein gerechteres Berlin.

Freuen Sie sich auf visionäre Konzepte – von geschlechtergerechter Stadtentwicklung bis zur Medizin der Zukunft – Inputs zu digitaler Souveränität sowie kritische Perspektiven auf KI und Algorithmen. Der FemSK 2026 steht im Zeichen des Ausbaus resilienter Netzwerkstrukturen und des Austauschs mit Akteur:innen, die Berlin aktiv mitgestalten.

Programm

Dieser Schwerpunkt widmet sich dem Dialog zwischen den Generationen, um Themen wie Intersektionalität, digitale Aktionsformen und Rassismus aus geschlechtsspezifischer Perspektive zu diskutieren. Ziel ist es, trotz unterschiedlicher feministischer Konzepte solidarisch in Kommunikation zu bleiben und gemeinsam Brücken zwischen der analogen und digitalen Welt zu bauen.

Koordination: Sybill Schulz, Pia Kaiser, Julia Portnowa, Anab Awale

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Impulsreferat mit Zwiegespräch: Intersektionalität: Feministische Perspektiven im Austausch – Gemeinsamkeiten, Konflikte und solidarische Zukunftsentwürfe

Wer spricht für den Feminismus und wessen Erfahrungen werden gehört?
Feministische Bewegungen waren nie homogen. Unterschiedliche gesellschaftliche Positionierungen, Lebensrealitäten und Erfahrungen mit Diskriminierung prägen politische Perspektiven, Prioritäten und Forderungen. Der intersektionale Ansatz macht sichtbar, dass Geschlecht stets mit weiteren Macht- und Ungleichheitsverhältnissen verwoben ist – etwa mit Herkunft, sozialem Status, Alter, Behinderung, Religion oder sexueller Identität. Gleichzeitig stehen feministische Bewegungen immer wieder vor der Herausforderung, unterschiedliche Erfahrungen, Interessen und politische Strategien miteinander in Beziehung zu setzen. Gerade im Austausch zwischen den Generationen zeigen sich sowohl Konfliktlinien als auch gemeinsame Anliegen: Welche Stimmen wurden in feministischen Debatten bislang gehört und welche blieben unsichtbar? Wie verändern sich politische Perspektiven über Generationen hinweg? Und wie kann ein Feminismus gestaltet werden, der Unterschiede anerkennt, ohne gemeinsame Handlungsfähigkeit aus dem Blick zu verlieren?
Im Mittelpunkt dieses Formates steht die Frage, wie intersektionale Perspektiven den Dialog zwischen den Generationen bereichern können und welche Voraussetzungen es braucht, um aus Vielfalt Solidarität und gemeinsames politisches Handeln entstehen zu lassen. Nach einem einführenden Impuls von Prof. Dr. Maisha Auma diskutiert sie mit Luna Möbius über Erfahrungen, Herausforderungen und Perspektiven eines solidarischen Feminismus. Im anschließenden Austausch wird das Publikum eingeladen, eigene Erfahrungen, Fragen und Zukunftsvorstellungen einzubringen.

Impulsreferat: Prof. Dr. Maisha Auma, Erziehungswissenschaftlerin, Autorin und Expertin für Intersektionalität, Diversität und gesellschaftliche Teilhabe

Zwiegespräch:

  • Prof. Dr. Maisha Auma
  • Friederike Köhler, Gründerin von she:velopment

Moderation:

 

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Podiumsdiskussion: Ost-West-Dialog generationenübergreifend

Mehr als drei Jahrzehnte nach der deutschen Einheit wirken unterschiedliche Erfahrungen aus Ost- und Westdeutschland bis heute nach – in Biografien, Arbeitswelten, Familienbildern und feministischen Debatten. Wie haben sich Vorstellungen von Gleichberechtigung und gesellschaftlicher Teilhabe entwickelt? Welche Perspektiven bringen unterschiedliche Generationen ein, und wo liegen Gemeinsamkeiten und Konfliktlinien? Das Podium lädt dazu ein, Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen und mit dem Publikum darüber zu diskutieren, wie ein solidarischer Feminismus Brücken zwischen Ost und West sowie zwischen den Generationen schlagen kann.

Moderation:

Referentinnen:

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Feminismus im digitalen Zeitalter – Wie digitale Räume feministische Debatten und gesellschaftlichen Wandel prägen

Digitale Technologien und soziale Medien verändern feministische Debatten, politische Teilhabe und gesellschaftliches Engagement. Sie schaffen neue Möglichkeiten für Sichtbarkeit, Vernetzung und Aktivismus, bringen aber auch Herausforderungen wie digitale Gewalt, Desinformation und antifeministische Mobilisierung mit sich. Die Diskussion vereint Perspektiven aus Digitalpolitik, Netzpolitik und Journalismus und fragt, wie digitale Öffentlichkeiten gestaltet werden können, damit Vielfalt, Teilhabe und Demokratie gestärkt werden.

Impulsvortrag: Katharina Klappheck, Referent*in für feministische Digitalpolitik bei der Heinrich-Böll-Stiftung

Panelistinnen:

  • Katharina Klappheck, Referent*in für feministische Digitalpolitik
  • Carmen Sinnokrot, Co-Vorsitzende Forum Netzpolitik der SPD Berlin
  • Sibel Schick, Journalistin und Autorin
  • Mareice Kaiser, Journalistin, Autorin und Podcasterin

Moderation: Katja Zimmermann, Drehbuchautorin und Kommunalpolitikerin

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Panel: Zwischen Freizügigkeit, Flucht und Ausschluss – Frauen aus Polen und der Ukraine zwischen Arbeitsmarkt, Diskriminierung und politischer Teilhabe

Das Panel fragt, warum Frauen aus osteuropäischen Communities in Deutschland häufig funktional wahrgenommen werden – als Arbeitskräfte, Sorgeleistende, Mütter oder Geflüchtete – , aber deutlich seltener als politische Akteurinnen, Interessenvertreterinnen, Community-Organisatorinnen und Expertinnen ihrer eigenen Lebensrealitäten. Im Mittelpunkt stehen zwei Perspektiven: die polnische Perspektive auf EU-Freizügigkeit, Arbeitsmigration, prekäre Beschäftigung, Behördenkontakte und institutionelle Diskriminierung sowie die ukrainische Perspektive auf Flucht, Krieg, Community- Selbstorganisation, Antidiskriminierungsarbeit und politische Sichtbarkeit. Das Panel verbindet feministische, migrationspolitische und antidiskriminierungspolitische Perspektiven. Es geht dabei nicht darum, polnische und ukrainische Erfahrungen gleichzusetzen. Vielmehr soll vergleichend gefragt werden: Wo unterscheiden sich die Erfahrungen? Wo zeigen sich trotz unterschiedlicher Ausgangslagen ähnliche Muster von Abwertung, Funktionalisierung und Unsichtbarmachung? Und was braucht es, damit osteuropäische Frauen stärker als politische Subjekte sichtbar und wirksam werden?

Referentinnen:

Moderation: Julia Portnowa (Zentrum für Antislawismusforschung e.V.)

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Vortrag + Diskussion: “Moderne Matriarchatsforschung”

Referentin: Ursula Häusler

  1. Kurze Vorstellung der modernen Matriarchatsforschung
  2. Die 4 Säulen matriarchaler Gesellschaften
  3. Wo finden wir heute matriarchale Grundsätze/Werte
    • im Alltag
    • in Bewegungen.
  4. Q&A und Diskussion 

Diskutiert werden in diesem Zusammenhang Antifeminismus und demokratiefeindliche Strategien, Machtmissbrauch in der Wissenschaft und generell die Herausforderungen der Vereinbarkeit von Sorgearbeit und Erwerbstätigkeit.

Koordination: Friederike Speckmann, Dr. Christine Kurmeyer

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Fishbowl mit Workshop: Antifeminismus als politische Strategie – wie kontern wir, lokal und weltweit?

Antifeminismus ist längst zu einer zentralen politischen Strategie autoritärer und rechtspopulistischer Akteur*innen geworden – in Deutschland ebenso wie international. In einer Fishbowl-Diskussion mit anschließendem Workshop beleuchten wir aktuelle Entwicklungen und diskutieren ihre Auswirkungen auf Gleichstellungspolitik und demokratische Teilhabe. Gemeinsam erarbeiten wir Ansätze, wie antifeministischen Narrativen und Angriffen auf Frauenrechte auf kommunaler, nationaler und internationaler Ebene wirksam begegnet werden kann.

Moderation: Stefanie Elies (Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Berlin)

Referentinnen:

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Zwischen Exzellenz und Ausbeutung: Machtmissbrauch in der Wissenschaft

Machtmissbrauch, prekäre Beschäftigung und diskriminierende Strukturen prägen den Alltag vieler Frauen* in Wissenschaft und Hochschule. Doch wie entstehen diese Machtverhältnisse, warum bleiben sie oft unsichtbar und welche Veränderungen braucht es für ein gerechteres Wissenschaftssystem? Im Gespräch diskutieren wir über strukturelle Ursachen, persönliche Erfahrungen und politische Handlungsmöglichkeiten. Dabei richten wir den Blick auf die Frage, wie Hochschulen zu demokratischeren und diskriminierungsärmeren Orten werden können.

Referentinnen:

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Vortrag: Konversion und Schutzdiskurse

Konversionsbehandlungen gelten oft als religiöses Randphänomen. Doch ihre Logik – dass sexuelle Vielfalt und Geschlechtsidentität korrigiert werden müssen – findet sich zunehmend auch in scheinbar säkularen, feministischen Debatten wieder. Dabei beschränken sich diese Akteure längst nicht mehr auf Fragen der Sexualität: Unter dem Deckmantel von Traumaheilung und Schutzangeboten betreiben freikirchliche und konservativ-religiöse Netzwerke Schutzhäuser und Beratungseinrichtungen – mit Zugang zu besonders vulnerablen Gruppen wie queeren und trans Personen, Sexarbeiter:innen und Kindern. Dieser Beitrag analysiert, wie diese Netzwerke Einfluss auf feministische und politische Diskurse nehmen, welche Rolle die Dämonisierung von Trans Personen, Homosexuellen und Sexarbeiter:innen dabei spielt – und warum das eine strukturelle Gefahr für sexuelle Selbstbestimmung, Kinderschutz und emanzipatorische Politik insgesamt ist. 

  • Moderation
    Anne Bonny

Speakerinnen / Referentinnen / Mitwirkende

Mit: Zoe Luginsland (Selbstbestimmung Selbstgemacht

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Workshop: Umgang mit antifeministischen Positionen und Äußerungen – Gemeinsam resilient gegen Antifeminismus (und Queerfeindlichkeit)

Im Rahmen der Arbeit oder des Engagements sind Menschen zunehmend mit antifeministischen Inhalten konfrontiert. Der Workshop stärkt den Umgang mit antifeministischen Positionen und Aussagen, hilft Strategien zu erkennen und zu entlarven und bietet Raum zur Reflexion der eigenen Haltung und solidarischem Austausch. Teilnehmende erhalten Handwerkszeug, um sich zu positionieren, Grenzen zu ziehen und als Ally zu handeln. Ziel ist mehr Handlungssicherheit und gegenseitige Stärkung. Im Fokus stehen u.a. die Fragen: Wie reagieren wir souverän, argumentativ und klar – auch wenn wir sprachlos sind? Und wann ist Reaktion sinnvoll oder nicht? Wie schützen wir uns und holen Unterstützung im System?

Referentinnen:

  • Wiebke Eltze (Diplompolitologin, Referentin für Argumentations- und Haltungstrainings, Rassismus- und Rechtsextremismusprävention)

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Interaktiver Vortrag: Equal Care als Maßstab für Gleichberechtigung und Demokratie

Die faire Verteilung der alltäglichen Kümmer- , Pflege- und Versorgungsarbeit stellt die Grundbedingung dar für Gleichberechtigung und Demokratie! Equal Care schafft die Voraussetzung, dass alle gleichermaßen teilhaben, mitentscheiden und ihre Persönlichkeiten frei entfalten können. Während wir in anderen Bereichen der Gleichstellungspolitik deutlichere Fortschritte zu verzeichnen haben, erweisen sich die Verhältnisse im Care-Bereich als sehr starr. Almut Schnerring zeigt in ihrem Vortrag, wie wir auf individueller, sozialer und beruflicher Ebene eine fairere Verteilung der Sorgearbeit erreichen können, und gesellschaftlichen und politischen Vorteile sich daraus ergeben, für alle!

Referentin: Almut Schnerring, Equal Care Akademie 

Dieses Thema behandelt die Umsetzung von Parität in Parlamenten und Gremien sowie die politische Teilhabe auf kommunaler und Landesebene. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Beteiligung von Planerinnen* an Stadtentwicklungsprozessen und der Entwicklung alternativer Teilhabeformen für Menschen ohne Wahlrecht.

Koordination: Dr. Christine Kurmeyer, Anab Awale

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Zwiegespräch Berliner Erklärung

Die Berliner Erklärung ist eine ehrenamtliche Initiative von 22 Frauenverbänden und -organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Politik mit dem Ziel, zentrale gleichstellungspolitische Forderungen zu formulieren und ihnen Nachdruck zu verleihen. Diese Forderungen sind schon sehr alt, aber immer noch unerfüllt: Parität in allen gesellschaftlichen Bereichen, gleiche Bezahlung und gleiche Bedingungen in allen Arbeitsbereichen, Gleichstellung als Leitprinzip in allen Politikfeldern, für ein selbstbestimmtes Leben ohne Gewalt. Monika Schulz-Strelow als Sprecherin der Berliner Erklärung und Micha Klapp als Staatssekretärin für Gleichstellung und Arbeit sprechen darüber, was schon erreicht wurde und was noch offengeblieben ist.

Moderation: Dr. Christine Kurmeyer

Referentinnen:

  • Monika Schulz-Strelow, Sprecherin der Berliner Erklärung
  • Staatssekretärin Micha Klapp, SenASGIVA

Am Tisch oder am Rand? Migrantinnen und Frauen mit Einwanderungsgeschichte zwischen Repräsentation, Teilhabe und Macht

Migrantinnen und Frauen mit Einwanderungsgeschichte engagieren sich in Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft, sind jedoch in Entscheidungspositionen weiterhin unterrepräsentiert. Die Podiumsdiskussion beleuchtet strukturelle Hürden, Fragen von Repräsentation, Macht und demokratischer Teilhabe aus kommunal-, landes- und zivilgesellschaftlicher Perspektive. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen aus der Praxis, politische Handlungsmöglichkeiten und die Frage, wie Institutionen vielfältiger, gerechter und zugänglicher werden können, damit Mitbestimmung für alle Realität wird.

Impulsvortrag: Tuba Bozkurt MdA, Sprecherin für Antidiskriminierung, Industrie und Digitalwirtschaft der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus 

Panelistinnen: 

  • Irene Appiah MdHB, Fachsprecherin für Antidiskriminierung und Gleichstellung der SPD in der Hamburgerische Bürgerschaft
  • Lenka Brodbeck, Bezirksverordnete Hamburg-Bergedorf, Co-Fraktionsvorsitzende Grüne Bergedorf und Helene-Weber-Preisträgerin 2024
  • Ceren Türkmen, Soziologin und stellvertretende Vorsitzende des Landesbeirats für Partizipation Berlin 
  • Sarah Mohamed, Campaignerin und ehem. stellv. Bundesvorsitzende der Jusos 
  • Azra Zürn, Sozialdezernentin der Bundesstadt Bonn
  • Moderation: Anab Awale

Parität Berlin Jetzt!

Die Hälfte der Bevölkerung Deutschlands ist weiblich. Doch im Bundestag werden Entscheidungen von mehr als doppelt so vielen Männern wie Frauen getroffen – und das seit Jahrzehnten. Die Lebensrealität von Frauen hat so kaum Einfluss auf die Gestaltung unserer Gesellschaft. Die bundesweite zivilgesellschaftliche Initiative ParitätJetzt! rief zum zweiten Bundesweiten Aktionstag am 24. Juni 2026 auf! 

Mit Senatorin Cansel Kiziltepe, Cécile Weidhofer als Politik-Expertin der EAF, Bettina Praetorius von der Initiative ‚Frauen aufs Podium‘ und Dr. Nora Langenbacher, der Koordinatorin des Aktionstages am 24. Juni 2026 sprechen wir über die Initiative Parität Jetzt! Berlin und bilanzieren die bisherigen Erfolge.

Panel:

Cansel Kiziltepe, Senatorin, SenASGIVA

Dr. Nora Langenbacher, Initiative Parität Jetzt! Berlin, Friedrich Ebert Stiftung

Cécile Weidhofer, EAF Berlin

Bettina Praetorius, Frauen auf’s Podium

Moderation:

Dr. Christine Kurmeyer

Workshop: Feminist. Protestkunst – Frauenstreiktag

Der Fokus liegt auf feministischer Protestkunst von Frauen* im öffentlichen Raum. Die Teilnehmer*innen verlassen den Workshop mit konkretem Wissen und vielen Ideen, wie sie eigene Protest im öffentlichen Raum mit Freude und Lust kreativ gestalten können. Der Austausch mit anderen Frauen* wirkt zusätzlich empowernd. Fokus liegt auf Machbarkeit und Impulsen für die eigene politische Praxis. 

Referentin: Carola Lehmann

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Digitalisierung wird überwiegend technisch und wirtschaftlich diskutiert. Dabei verläuft sie nicht neutral, sondern reproduziert und verschärft soziale Ungleichheiten, Diskriminierungen und Machtmissbrauch. Wir schauen auf geschlechtsbezogene digitale Gewalt, Antifeminismus in sozialen Medien, feministische Schutz-, Bildungs- und Empowerment-Strategien und digitale Unabhängigkeit. Was heißt feministische Digitalpolitik im Kontext von Regulierung von Plattformen und Tech-Konzernen in ihrem Umgang mit Macht, Daten und KI? 

  • Koordination: Duscha Rosen

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Impulsvortrag und Austausch: Das Smartphone als Tatort: Digitale Gewalt im sozialen Nahraum

Der Vortrag ordnet verschiedene Formen geschlechtsbezogener digitaler Gewalt ein und zeigt, warum häusliche Gewalt heute fast immer eine digitale Dimension hat. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach politischen und gesetzlichen Reaktionen: Welche Gewaltphänomene werden überhaupt adressiert? Wo gibt es Schutzlücken? Welche Maßnahmen helfen Betroffenen tatsächlich? Aus feministischer Perspektive wird diskutiert, warum ein reiner strafrechtlicher Ansatz nicht ausreicht und weshalb Gewaltschutz, Datenschutz, soziale Unterstützung, Plattformregulierung und technische Hilfe zusammengedacht werden müssen.  

Speakerin: Elizabeth Avila González, Juristin beim Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe, bff, www.frauen-gegen-gewalt.de, Bluesky

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Workshop: Unlearning Antifeminism on TikTok

Im Workshop wird zunächst das Projekt Unlearning Anti-Feminism on TikTok vorgestellt und ein Überblick zum Phänomen Antifeminismus auf Social Media gegeben. Dann wird es praktisch: Neben Raum für Austausch spielen wir gemeinsam Bildungsmethoden an. Im TikTok-Puzzle machen wir eine Tiefenanalyse antifeministischer TikToks und mit make your meme come true bauen wir feministische Counter-Memes.

Speakerin: Lara Niederberger, Projektkoordination AntiAnti, mediale pfade www.antiantifeminism.org, Instagram: @medialepfade, @wirsindantianti

mastodon: mastodon.social/@medialepfade

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Workshop: Digitale Souveränität hands on – gemeinsam zu unabhängigen Smartphone-Apps
wechseln

Ein kompakter Einstieg in die Themen Open Source und digitale Souveränität: Was bedeutet freie Software, warum ist sie für unsere Demokratie relevant, und welche Alternativen gibt es zu den großen Plattformen der US Tech-Konzerne? Wir stellen freie Alternativen für den digitalen Alltag vor: von Betriebssystemen über Office und Online-Zusammenarbeit bis hin zu Smartphone-Apps. Danach wird es praktisch: Ihr richtet auf euren Smartphones alternative Apps ein (z.B. Signal, OpenStreetMap und Firefox), begleitet von Eva und Kolleginnen aus dem Team des FrauenComputerZentrumBerlin e.V. (FCZB), Website: www.fczb.de, Instagram: @fczb_berlin, mastodon: berlin.social/@FCZBBerlin, LinkedIn: FCZB

Referentin:

Eva Schwaetzer, Systemadministratorin, FrauenComputerZentrumBerlin e.V. (FCZB), Website: www.fczb.de, Instagram: @fczb_berlin, mastodon: berlin.social/@FCZBBerlin, LinkedIn: FCZB

Mitwirkende: Kolleg*innen aus Team FCZB

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Impulsvortrag und Gespräch: Feministische KI: Neue Perspektiven für eine gerechte digitale Gesellschaft

KI wird als Fortschritt gefeiert. Doch wer bestimmt, wie dieser Fortschritt aussieht? Wessen Interessen, Erfahrungen und Lebensrealitäten fließen in digitale Technologien ein und wessen nicht? Feministische KI stellt die Machtfrage. Anhand meines Feminist AI Framework (FAIF) zeige ich, warum viele aktuelle KI-Konzepte Ungleichheiten fortschreiben, und wie wir digitale Technologien gerechter, nachhaltiger und demokratischer gestalten können. Denn KI ist keine Naturgewalt. Sie wird von Menschen gemacht und kann von uns verändert werden.

Speakerin: Dr. Tanja Kubes, Linked-In: Dr. Tanja Kubes

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Podiumsgespräch: Feministische Digitalpolitik: Wir brauchen einen radikalen Wandel

Digitalpolitik ist kein Nischenthema und darf von uns nicht so behandelt werden. Sie entscheidet über zentrale Fragen gesellschaftlicher Macht und Teilhabe, demokratischer Rechte und Freiheiten sowie sozialer Gerechtigkeit. Was müssen wir sichtbar machen und wie können wir intervenieren, damit digitale Technologien uns nicht bedrohen, manipulieren, überwachen oder
ausbeuten, vulnerable Gruppen von Teilhabe ausschließen oder den Klimakollaps befördern, sondern
dem Gemeinwohl und der Geschlechtergerechtigkeit dienen? Was kann und will feministische Digitalpolitik und wie lässt sie sich umsetzen?

Speaker*innen:

Moderation:

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Infostand und Wechselstation Digitale Unabhängigkeit: Hier und jetzt zu unabhängigen
Smartphone-Apps wechseln

Am 4.7.2026, dem 250. Geburtstag der US-amerikanischen Unabhängigkeit, leiten wir schon mal den morgigen Di.Day ein. An jedem ersten Sonntag im Monat veranstalten Initiativen und Einzelpersonen den Digital Independence Day: “Wir holen uns unser freies digitales Leben zurück, zerstören die Demokratie nicht weiter und wechseln zu demokratiefreundlichen digitalen Alternativen.

Und wir sichern uns nach und nach unsere digitale Unabhängigkeit!“ Wenn du auch dabei sein willst, komm vorbei.

Wir unterstützen dich praktisch bei deinem Wechsel auf die „gute Seite der Macht“.

Begleitung:

Eva Schwaetzer, Judith Engelke, Angela Nitsche, Nadia Rashwan, Ines Saidi aus dem Team des FrauenComputerZentrumBerlin e.V. (FCZB), Website: www.fczb.de, Instagram: @fczb_berlin, mastodon: berlin.social/@FCZBBerlin, LinkedIn: FCZB

Hier geht es um die gendergerechte, faire, inklusive, sorgenden und klimaresiliente Stadtentwicklung, die eine Vision für Vielfalt und Gerechtigkeit verwirklicht. Über Beiträge diverser Berliner Akteur*innen werden die unterschiedlichsten Anforderungen an eine Stadt für ALLE sichtbar gemacht. Dabei sollen Problemstellungen und konkrete Lösungswege für Planungs-, Beteiligungs- und Umsetzungsprozesse aus der feministischen Perspektive aufgezeigt werden.

Koordination: Dr. Hildegard Schicke, Elke Duda

Fotografische Einblicke &  Dialog über feministische Obdachlosenhilfe im Kontext von Housing First

Obdachlose Frauen werden oft übersehen – in der Statistik, in den Hilfsangeboten und im öffentlichen Raum. Wir verändern den Blickwinkel und diskutieren, wie der Ansatz Housing First frauenspezifische Wohnungsnot konkret lindern kann.
Die freiberufliche Künstlerin Debora Ruppert zeigt Arbeiten ihrer sozialdokumentarischen Porträtfotografie, die intensive Recherche mit einem ethischen Blick auf Nähe, Würde und Selbstbestimmung verbinden. Ihre Werke entstehen in enger Zusammenarbeit mit den Porträtierten und machen Lebensrealitäten sichtbar, die sonst oft unsichtbar bleiben. Im Anschluss beleuchtet Esther M. Köb-Koutsamanis (SkF Berlin) das Konzept von Housing First für Frauen Berlin. Sie erklärt, was diesen Arbeitsansatz feministisch macht.

Referentinnen:

  • Debora Ruppert, freiberufliche Künstlerin mit dem Schwerpunkt auf sozialdokumentarischer
    Porträtfotografie 
  • Esther M. Köb-Koutsamanis, SkF Berlin

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Klimakrise – Klimaengagement – Ein Mutmachgespräch mit den Sprecherinnen Berliner Initiativen und Bewegungen

Es gibt kein Wissensdefizit in Politik und Gesellschaft. Es gibt ein Handlungsdefizit. Diverse Krisen überlagern sich. Medien alarmieren mit neuen Hitzerekorden und extremen Wetterereignissen. Rückschritte frustrieren. Es gibt aber auch Fortschritte, die häufig nicht die mediale Aufmerksamkeit erhalten, die sie verdienen.

In diesem Podiumsgespräch berichten vier Sprecherinnen und stellen sich den Fragen der Moderation und des Publikums. Was bewegt Euch? Woher nehmt Ihr das Selbstbewusstsein in Euren Projekten den „undenkbaren“ großen Change konkret bewirken zu wollen? Wie geht Ihr mit Rückschritten um? Was könnte Menschen helfen, die denken, dass es schon zu spät ist, alles nur schlimmer wird und ‚frau‘ die Erderhitzung sowieso nicht mehr aufhalten kann?

Sprecherinnen:

Moderation: Dr. Hildegard Schicke

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Berlin -fair, inklusiv und sorgend?
Dialog zur Stadtgestaltung – mit Interessensvertreter*innen aus der Stadtgesellschaft und Entscheidungsträger*innen aus Politik und Stadtplanung

Die Leitlinien einer Gendergerechten Stadtentwicklungspolitik, für eine faire, inklusive und sorgende Stadt, vom Bundesministerium WSB 2025 veröffentlicht, beinhaltet acht Handlungsansätze, die konkretisieren, was gute Stadtpolitik im Sinne der „Neuen Leipzig-Charta – Die transformative Kraft der Städte“ bedeutet. 

Was heißt das für die Stadtplanung in Berlin, im Bezirk, im Kiez? Über die Einbeziehung vielfältiger Nutzer*innenperspektiven gehen wir mit Zuständigen aus der Politik und Stadtplanung in den Dialog: Was genau sind die Anforderungen? Wer formuliert die Ansprüche und wer setzt sie um?

Begrüßung
Dr. Hildegard Schicke, Berliner Frauenbund 1945 e.V.

Einführung
Elke Duda, Architektin BDA ao, WIA Berlin / n-ails e.V.

Impulse – Pecha Kucha (Kurzvorträge 8x3Min.)
mit Interessensvertreter*innen aus der Stadtgesellschaft:

Dialog – Fishbowl
mit Entscheidungsträger:innen aus der Politik, Stadtplanung und Interessensvertreter:innen:

Moderation: M.Sc. Katharina Fender, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am nexus Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung GmbH

Diskussion mit dem Publikum & Ausblick

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Die unsichtbare Gruppe im Zentrum der Berliner Wohnkrise: Alleinerziehende und ihre Kinder

Impulsvortrag und Gespräch

Alleinerziehende Frauen und ihre Kinder sind von der Berliner Wohnungsnot besonders stark betroffen. Die Krise der Wohnraumversorgung hat sich fast unbemerkt zur realen Gefahr der Wohnungslosigkeit für diese vulnerable Bevölkerungsgruppe ausgewachsen. Zudem stehen Wohnungsbestand und Neubau in der Stadt dem Bedürfnis nach geschlechter- und sorgegerechtem Wohnen entgegen und verschärfen soziale Ungleichheiten. Wir stellen feministische und solidarische Lösungsansätze vor und formulieren politische Forderungen an die Politik.

Referentinnen & Moderation:

Das Themenfeld der Medizin im feministischen Kontext ist extrem breit und vielfältig. In dieser Reihe wird sowohl die Gender-Medizin und die diesbezüglichen Forschungen, als auch die Pflege als Frauen*beruf behandelt. Die Relevanz von Frauen*gesundheit und diesbezüglichen Tabuthemenwerden ebenso beleuchtet wie die Wechseljahre und welchen Einfluss diese auf die Erwerbstätigkeit von Frauen* haben.

Koordination: Dr. Christine Kurmeyer, Friederike Speckmann

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Vortrag: Auf dem Weg zur geschlechtersensiblen Medizin – wie können wir Geschlecht und andere Diversitätsdomänen besser berücksichtigen?

Immer mehr Frauen arbeiten in Gesundheitsberufen und tragen dazu bei, die Medizin geschlechter- und diversitätssensibler zu gestalten. Personalisierte Medizin verspricht bessere und passgenauere Prävention, Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation und mehr gesunde Lebensjahre. Der Vortrag beleuchtet den Gender Data Gap anhand von Beispielen aus Herzgesundheit, Schmerzdiagnostik, Endometriose und Medikamentenwirkung und -nebenwirkungen. Gemeinsam diskutieren wir, wie eine geschlechtergerechtere Medizin aussehen kann und warum die Berücksichtigung von biologischen und psychosozialen Unterschieden für Forschung und Gesundheitsversorgung entscheidend ist. 

Speakerinnen / Referentinnen / Mitwirkende:

  • Juliane Blume (Vorsitzende des Berlin-Brandenburger Pflegerats)

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Dialog: Frauengesundheit zwischen Erfahrung, Versorgung und gesellschaftlichen Strukturen
– patriarchale Strukturen erkennen, hinterfragen und verändern

Schwangerschaft, Geburt, Sorgearbeit und Gesundheitserfahrungen sind keine privaten Randthemen, sondern Ausdruck gesellschaftlicher Machtverhältnisse. In diesem interaktiven Workshop gehen wir der Frage nach, wie patriarchale Strukturen unseren Berufsalltag, medizinische Versorgung und Lebensentscheidungen prägen. Anhand eigener Erfahrungen und konkreter Beispiele – von Vereinbarkeitskonflikten bis hin zu Medical Gaslighting – identifizieren wir Muster, hinterfragen vermeintliche Selbstverständlichkeiten und entwickeln gemeinsam Perspektiven für mehr Selbstbestimmung, Solidarität und strukturelle Veränderung. 

Speakerinnen / Referentinnen / Mitwirkende:

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Vortrag: Zwischen Hitzewallung und Höchstleistung – Die Wechseljahre am Arbeitsplatz

Die Wechseljahre betreffen Millionen Frauen* – und bleiben im Arbeitsleben dennoch oft ein Tabuthema. Welche Auswirkungen haben Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Konzentrationsschwierigkeiten auf den Berufsalltag? Und wie können Unternehmen Rahmenbedingungen schaffen, die betroffene Mitarbeiterinnen unterstützen und gleichzeitig Chancengleichheit fördern? Der interaktive Vortrag vermittelt Grundlagenwissen, greift konkrete Alltagssituationen auf und lädt die Teilnehmenden dazu ein, eigene Erfahrungen und Perspektiven in die anschließende Diskussion einzubringen.

Moderation:

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Pflege am Rande des Wahnsinns – oder: Wer pflegt am Ende noch wen?

Immer mehr Menschen benötigen Pflege, während gleichzeitig Leistungen gekürzt, Personalbemessungen ausgesetzt und pflegende Angehörige stärker belastet werden. Wie konnte ein System, das auf Fürsorge basiert, selbst zum Pflegefall werden? Der Vortrag beleuchtet die aktuellen Entwicklungen in der Pflege- und Gesundheitspolitik und fragt, welche Folgen die heutigen Entscheidungen für die Versorgung von morgen haben. Zwischen Realität, Zuspitzung und Zukunftsszenario steht eine zentrale Frage im Raum: Wer pflegt am Ende eigentlich noch wen?

Referentin: Juliane Blume, Vorsitzende des Berlin-Brandenburger Pflegerats, Pflege Am Rande Des Wahnsinns

Diskutiert werden strategische Wege zur Streichung des § 218, die Kostenübernahme für Verhütungsmittel und die Auswirkungen des Selbstbestimmungsgesetzes. Das Thema umfasst zudem Debatten über Körpernormen,Menopause und das Spannungsfeld zwischen Schutzdiskursen und Selbstbestimmung in der Sexarbeit.

Koordination: Sybill Schulz, Jenny Pollack

Workshop: Markt der Verhütungs-(Un)-Möglichkeiten
Dr. med. Annika Kreitlow arbeitet als Ärztin in einer gynäkologischen Praxis und setzt sich als Vorstandsmitglied von Doctors for Choice Germany e.V. für den sicheren Zugang zu reproduktiver Gesundheit, Schwangerschaftsabbrüchen und besserer Verhütung ein. Bei dem angebotenen Workshop beantwortete sie gemeinsam mit der langjährigen Gynäkologin Dr. Christiane Tennhardt alle Fragen rund um Verhütung und diskutiert mit euch gemeinsam über politische Forderungen für bessere Verhütung!

Referentinnen:

  • Dr. med. Annika Kreitlow (Ärztin und Aktivistin, Vorstand Doctors for Choice)
  • Dr. Christiane Tennhardt (Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Vorstand Doctors for Choice)

Instagram: @annikay_k und @doctorsforchoicegermany

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Zwiegespräch: Frauenkörper anders gesehen vs. Normierung 

“Frauenkörper freudvoll gesehen” – gegen Normierungen und andere -Ismen (Sizeism / Ageism/ Racism…)
Durch social media und die algorhytmische Macht werden Körper immer glatter und gestylter, während gleichzeitig starke Zensur gegenüber sexualpolitischer und feministischer Aufklärung erfolgt. Accounts werden gebant, zensiert, gelöscht. Wie können wir da wirkliche Diversität wohlwollend geniessen und unterstützen?

Zwiegespräch zwischen Dr. Laura Méritt, Sexologin und Herausgeberin der feministischen Gesundheitsklassikers “Frauenkörper neu gesehen” und IPSA gUG, mit Lotus, Rapperin & multidisziplinäre Künstlerin.

Moderation: Dr. Isabella Kölz, Kulturanthropologin und queer-feminstische Aktivistin.

Lesung und Diskussion: Das Patriarchat im Uterus
Körperliche Selbstbestimmung ist in Deutschland für gebärfähige Personen weiterhin keine Selbstverständlichkeit. Gemeinsam mit Dr. Alicia Baier (Co-Gründerin von Doctors for Choice Germany) sprechen wir über ihr neues Buch „Das Patriarchat im Uterus“ und darüber, wie Paragraf 218, patriarchale Machtstrukturen und soziale Ungleichheit den Zugang zu reproduktiver Gesundheitsversorgung prägen.

Referentin:


Moderation:
Sybill Schulz

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Vortrag mit Diskussion: Reproduktive Gerechtigkeit braucht Chancengerechtigkeit. Familienplanung, Verhütung und Schwangerschaftsabbruch als soziale Fragen.

Historische und gesellschaftliche Einflüsse prägen die Zugänge zu reproduktiver Gesundheit. Notwendig ist ein gleichberechtigter Zugang zu reproduktiven Dienstleistungen – als Ausdruck sozialer Gerechtigkeit und individueller Entscheidungsfreiheit.

Referentin: Prof. Dr. Daphne Hahn

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Sag – Das SexArbeitsGesetz

Gesetz für Gleichstellung, Rechte und Respekt in der Sexarbeit Sexarbeitende sind oft von gesetzlichen Regelungen betroffen, die über ihre Köpfe hinweg und ohne ihre Zustimmung entschieden werden. Mit diesem Gesetzesentwurf liegt ein Dokument vor, das direkt aus der Perspektive von Sexarbeitenden selbst verfasst wurde. Es bündelt ihre Kritik an den bestehenden gesetzlichen Regelungen und beschreibt konkrete Forderungen und Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen. Unser Ziel ist es, mit diesem Entwurf in die Diskussion zu intervenieren, Aufmerksamkeit für die Anliegen von Sexarbeitenden zu schaffen und langfristig eine gesetzliche Umsetzung der Forderungen zu erreichen. Um diesen alternativen Gesetzesentwurf zu entwickeln, haben wir in sechs Workshops zwischen November 2024 und April 2025 intensive Diskussionen geführt. Sexarbeitende haben sich ausgetauscht, verschiedene Gesetzesmodelle aus anderen Ländern (bspw. Belgien, Neuseeland und Schweden) analysiert und letztendlich einen eigenen Vorschlag erarbeitet, der ihre Vorstellungen einer gerechteren und sichereren Gesetzgebung widerspiegelt. Selbstverständlich wird kein Anspruch auf Vollständigkeit dieses Gesetzesentwurfs erhoben, dieser ist ein Ansatzpunkt für eine vertiefte Diskussion, um die Rechte von Sexarbeitenden, welche hoffentlich weitere Ideen hervorbringt. Bis heute wird das Gesetz weiterentwickelt und durch die Arbeit mit bundesweiten Fokusgruppen immer mehr verbessert. Mit diesem Gesetzesentwurf existiert eine umfassende Vorlage zur rechtlichen Gleichstellung von Sexarbeitenden. Dieser bietet einen klaren, umsetzbaren Weg, um die Situation von Sexarbeitenden nachhaltig zu verbessern und ihre Rechte zu stärken.

Referent*in: Anne Bonny

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Vortrag: Konversionismus und Dämonisierung — Konversionsbehandlungen als Gefahr für die sexuelle Selbstbestimmung und den Feminismus.

Konversionsbehandlungen gelten oft als religiöses Randphänomen. Doch ihre Logik – dass sexuelle Vielfalt und Geschlechtsidentität korrigiert werden müssen – findet sich zunehmend auch in scheinbar säkularen, feministischen Debatten wieder. Dabei beschränken sich diese Akteure längst nicht mehr auf Fragen der Sexualität: Unter dem Deckmantel von Traumaheilung und Schutzangeboten betreiben freikirchliche und konservativ-religiöse Netzwerke Schutzhäuser und Beratungseinrichtungen – mit Zugang zu besonders vulnerablen Gruppen wie queeren und trans Personen, Sexarbeiter:innen und Kindern. Dieser Beitrag analysiert, wie diese Netzwerke Einfluss auf feministische und politische Diskurse nehmen, welche Rolle die Dämonisierung von Trans-Personen, Homosexuellen und Sexarbeiter:innen dabei spielt – und warum das eine strukturelle Gefahr für sexuelle Selbstbestimmung, Kinderschutz und emanzipatorische Politik insgesamt ist.

Referent*in: Zoe Luginsland

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Lesung: Gender Punkx

Trans- und intergeschlechtliche Menschen gibt es nicht erst seit gestern – sie gab es schon immer. Kuku Schrapnell folgt in „Gender Punks” historischen Figuren vom 17. bis ins 20. Jahrhundert: Soldaten, Piraten, Sexarbeiterinnen, Rebellenführerinnen. Klug, rotzig und einfühlsam entreißt Schrapnell ihre Schicksale den Gerichts- und Krankenakten, in denen sie pathologisiert und kriminalisiert wurden – und schreibt sie neu: solidarisch, mit Witz und mit Liebe. Die Lesung ist auch eine politische Intervention. Denn wer heute behauptet, queeres Leben sei eine Modeerscheinung, lügt – und nutzt diese Lüge, um Rechte abzubauen. „Gender Punks” macht sichtbar, dass Widerstand gegen Patriarchat und Kontrolle über Körper und Geschlecht keine neue Erfindung ist. Er war immer schon da.

Referent*in / Autor*in:

  • Kuku Schrappnell

Im Fokus dieses Schwerpunkts stehen innovative Lösungsansätze für eine sozial-ökologische Transformation, die Nachhaltigkeit mit fairer wirtschaftlicher Teilhabe für Frauen in all ihrer Vielfalt verbindet. Es geht um den Abbau diskriminierender Strukturen auf demArbeitsmarkt, die Anpassung an neue Qualifikationsanforderungen sowie politische und wirtschaftliche Maßnahmen, die Frauen aller Hintergründe nachhaltig und selbstbestimmt in die Gestaltung unserer Zukunft einbinden.

Koordination: Heidemarie Kollatz, Ayanga Victoria Edubio

Workshop: Wen interessiert Feministische Ökonomie? Informationen zu und Diskussion mit Netzwerken, Initiativen und Institutionen feministischer und/oder kritischer Ökonomie

Vertreter:innen von Netzwerken, Initiativen und Institutionen stellen ihre Aufgaben und Ziele vor und diskutieren mit den Workshop-Teilnehmenden Fragen rund um die Feministische Ökonomie:

Welche Rolle spielt die Feministische Ökonomie in den Wirtschaftswissenschaften, wie kann sie gestärkt werden?

Wie lässt sich die Arbeit der Netzwerke, Initiativen und Institutionen besser koordinieren, wo liegen gemeinsame Interessen?

Welche Fragen stellen sich die vielfältigen Ansätze und Konzepte der Feministischen Ökonomie – von Subsistenztheorie bis Sorge- und Versorgungsökonomie?

Welche Fragen haben die Teilnehmenden zur Feministischen Ökonomie?


Moderation
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Mitwirkende
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Workshop: Veränderungen des Arbeitsmarktes durch den Klimawandel – Risiken und Chancen für die berufliche Zukunft von Frauen

Der durch den Klimawandel angetriebene Strukturwandel prägt den Arbeitsmarkt grundlegend: Neue Technologien, nachhaltige Wirtschaftsmodelle und gesellschaftliche Umbrüche verändern Berufsbilder und Qualifikationsanforderungen. Wir analysieren Risiken und Chancen die sich daraus speziell für Frauen ergeben und diskutieren, wie alle Frauen von der Transformation profitieren können. Gleichzeitig betrachten wir Herausforderungen wie ungleiche Teilhabe, Qualifikationslücken und strukturelle Barrieren. Es geht um Strategien, die eine inklusive, zukunftsfähige Arbeitswelt fördern und um wertvolle Impulse für Politik, Bildung und Unternehmen.

Moderation:


Referentin
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  • Dr. Johanna Storck, Bundesstiftung Gleichstellung, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Gleichstellungsberichte der Bundesstiftung Gleichstellung

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Workshop: Zukunftsberufe für Frauen und FLINTA* – Chancen in der sozial-ökologischen Transformation

Wie und woran werden wir in Zukunft arbeiten – und wer gestaltet diese Zukunft? Der Workshop verbindet Information und Empowerment und bietet Raum für Austausch, Vernetzung und persönliche Orientierung. Er richtet sich an Frauen und FLINTA* , die sich beruflich neu orientieren möchten, nachhaltige Arbeitsfelder kennenlernen wollen oder sich für Klima, Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Wandel interessieren. Im Workshop werfen wir einen Blick auf:
Zukunftsberufe rund um nachhaltige Wirtschaft, Umwelt- und Klimaschutz, Chancen für Frauen und FLINTA* in nachhaltigen Branchen gefragte Kompetenzen sowie Qualifizierungs- und Einstiegswege

Referentin und Moderation:

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Panel: Existenzsicherung: Karriere, Gründung, Familie – Wie fair sind die Chancen für Frauen?

Perspektive Begleitung in Existenzgründung, in Arbeitsvermittlung & Jobsuche einerseits und Chancenungleichheit am Arbeitsmarkt durch bspw. Mutterschaft andererseits.

Moderation:

  • Anja Vatter


Referentinnen
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Diese Sektion beleuchtet Lücken im Schutzsystem und verbindet rechtliche Perspektiven mit praktischen Ansätzen. In Masterclasses, Workshops und dialogischen Lesungen werden Täterdynamiken, traumasensible Begleitung sowie Selbstbehauptung und Prävention thematisiert. Ziel ist es, Wissen zu bündeln, Erfahrungen sichtbar zu machen und Handlungsmöglichkeiten für wirksamen Gewaltschutz aufzuzeigen.

Koordination: Dr. Farsana Soleimankehl-Hanke, Stefanie Ponikau, Katja Labidi

Masterclass: Gewaltschutz an der Schnittstelle von Recht und Praxis

Systemverständnis, effektive rechtliche Interventionen, Täterdynamiken sowie traumasensible Begleitung von Betroffenen. Die Teilnehmenden erhalten praxisnahe Impulse, um komplexe Gewaltkontexte besser einzuordnen und handlungsfähig zu bleiben.

Moderation:

Speakerinnen / Referentinnen / Mitwirkende:

  • Dr. Farsana Soleimankehl-Hanke (Kanzlei Home – Kanzlei Soleimankehl – Familienrecht – Beratung – Seminare – Fortbildungen) (LinkedIn)
  • Ba Linh LeOrganisation Frontline / LMU (LinkedIn)
  • Angelique Yumuşak: Bundesfrauenbeauftragte der DPolG, Frauenvertreterin der dpolg Berlin, dbbberlin Fachausschuss Frauen, Beisitzerin Betroffenenrat in Berlin
  • Alice Westphal s.i.g.n.a.l. e.V.

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Lesung im Dialog: Erfahrungsberichte als Widerstand und Selbstermächtigung

In dieser dialogischen Lesung werden Ausschnitte aus „Killing the Good Girl“ und (Un)erhört – Frauen reden über häusliche Gewalt präsentiert. Die Texte machen Erfahrungen von Gewalt sichtbar und eröffnen Perspektiven von Widerstand, Selbstermächtigung und Solidarität. Im Anschluss lädt das Format zum Austausch ein und bietet Raum für Fragen, Reflexion und gemeinsame Diskussion.

Moderation:

  • Dr. Farsana Soleimankehl-Hanke Kanzlei Home – Kanzlei Soleimankehl – Familienrecht – Beratung – Seminare – Fortbildungen)


Co-Moderation:


Speakerinnen
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Workshop: Selbstverteidigung mit Alltagsgegenständen

Gewalt findet häufig dort statt, wo Frauen sich eigentlich sicher fühlen sollten: im eigenen Zuhause. Doch welche Möglichkeiten habe ich, mich in einer akuten Bedrohungssituation zu schützen? In diesem Workshop lernen die Teilnehmerinnen, wie sich alltägliche Gegenstände wie Zahnbürsten, Toilettenbürsten, Taschenlampen oder andere im Haushalt vorhandene Dinge im Ernstfall zur Selbstverteidigung nutzen lassen. Gemeinsam werden praktische Handlungsoptionen für Gefahrensituationen erarbeitet und erprobt. Im Fokus stehen Selbstschutz, Handlungssicherheit und die Stärkung des Vertrauens in die eigene Handlungsfähigkeit. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Moderation & Speakerin:

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Workshop: Teenager Dating Violence

Dating Violence beginnt oft im Verborgenen – gerade im Jugendalter. Der Workshop beleuchtet Formen von Gewalt und Grenzüberschreitungen in jungen Beziehungen und stärkt die Sensibilität für Warnsignale. Gemeinsam werden Strategien entwickelt, um gesunde Beziehungen zu fördern, Grenzen zu erkennen und Unterstützung zu finden. Ein empowernder Raum für Austausch, Reflexion und Prävention.

Moderation & Speakerin:

  • Henrike Krüsmann BIG e.V.

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Filmgespräch: Film Fassade

Hinter scheinbar intakten Fassaden verbirgt sich Gewalt. In ihrem eindringlichen Dokumentarfilm verdichtet Alina Cyranek reale Erfahrungsberichte zu einer vielschichtigen Erzählung über toxische Beziehungen, strukturelles Wegsehen und die Suche nach Auswegen. Getragen von der Stimme Sandra Hüllers und ergänzt durch choreografische Bilder, öffnet der Film einen künstlerisch radikalen Raum, der berührt, irritiert und zum Hinschauen zwingt. FASSADEN ist kein einfach konsumierbarer Film, sondern eine Herausforderung für die Zuschauenden. Häusliche Gewalt und die damit verbundenen Statistiken sind brutal, erschütternd, physisch. FASSADEN spiegelt all das in seiner Form wider, ist radikal und eigensinnig.

Moderation & Referentin:

Dieser Schwerpunkt widmet sich aktuellen feministischen Perspektiven auf die internationale Friedenspolitik, globale Konflikte und geopolitische Herausforderungen. Ziel ist es, Strategien zur aktiven Einbindung von Frauen* in Friedensprozesse zu diskutieren und ein starkes Zeichen für globale Solidarität zu setzen.

Koordination: Sybill Schulz, Dr. Eva Schulze, Anab Awale

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Panel: Frauen* und Frieden

Kriege, bewaffnete Konflikte und gesellschaftliche Krisen treffen Frauen häufig in besonderer Weise – zugleich sind Frauen weltweit treibende Kräfte für Friedensarbeit, Dialog und Versöhnung. Doch warum werden ihre Perspektiven in Friedensprozessen oft noch immer zu wenig berücksichtigt? Welche Rolle spielen feministische Ansätze für Sicherheit, Konfliktprävention und nachhaltigen Frieden? Und wie kann eine Friedenspolitik aussehen, die Menschenrechte, Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Mittelpunkt stellt? „Ohne Feminismus wird es auf dieser Erde keinen Frieden geben. Fehlt uns die Strategie?“ Das Panel diskutiert Herausforderungen, Perspektiven und konkrete Wege zu einer friedlicheren Zukunft.

Moderation:

  • Sybill Schulz


Panelist:innen:

  • Dr. Patoni Teichmann / Afghan Women Activists Coordinatory Body
  • Aljona Hofmann / evang. Pfarrerin Gethsemanekirche Berlin-Prenzlauer Berg
  • Dr. Amina Tall / Beraterin, Aktivistin, Jury-Mitglied
  • Alisa Grunert / M.A. Wissenschaftliche Mitarbeiterin MLU, Institut für Politikwissenschaft Halle-Wittenberg

  • Dr.rer.nat. Ute Finckh-Kraemer / Politikerin (SPD), Pazifistin, MdB 2013-2017, Gründerin und Vorsitzende des Bundes für Soziale Verteidigung (BSV) 2005-2015, Ko-Vorsitzende des Sprecherinnenrates BSV Plattform Zivile Konfliktbearbeitung 2018 ff.

  • Mirjam Golm / Politikerin (SPD) Mitglied im Berliner Abgeordnetenhaus seit 2021. U.a. Sprecherin für Gleichstellung und Frauen

  • D MdBr. Patoni Teichmann

  • Aljona Hofmann

  • Dr. Amina Tall
  • Alisa Grunert

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Podiumsdiskussion: Feminismus in den Religionen

Religion prägt Gesellschaften, Werte und Geschlechterbilder – und ist zugleich ein Ort von Emanzipation, Selbstbestimmung und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen. Wie stehen Feminismus und Religion heute zueinander? Sind sie Gegensätze oder können sie sich gegenseitig stärken? Im Spannungsfeld von Glaubensfreiheit, Säkularität, Geschlechtergerechtigkeit und antimuslimischem Rassismus diskutieren wir, welche Rolle religiöse und weltanschauliche Überzeugungen in einer vielfältigen, demokratischen Gesellschaft spielen – und wie feministische Perspektiven zu mehr Teilhabe und Gleichberechtigung beitragen können.

Moderation:

  • N.N.


Referent:innen:

  • Aljona Hofmann / evang. Pfarrerin Gethsemanekirche Berlin-Prenzlauer Berg
  • Dr. Yücel Meheroglu / Berliner Beauftragte für Antimuslimischen Rassismus
  • Veronica Julia Gräwe / Theologin, Co-Sprecherin katholische LSBTI Komitees

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Workshop Lebensrealitäten von Jüdinnen in Dtl. – zwischen Entsolidarisierung und Möglichkeit der Allianz und Resilienz

Lebensrealitäten von Jüdinnen nach dem 7. Oktober 2023 – Zwischen Rückzug und Resilienz. Gespräch, Diskussion und Film (Ausschnitt aus “Screams Before Silence” , 15 Min.) Die Referentin freut sich auf einen respektvollen Austausch. Triggerwarnung: Beschreibungen sexualisierter Gewalt.

Referentin & Moderation:

Im Mittelpunkt stehen historische Kämpfe bis hin zu aktuellen Herausforderungen für unterschiedliche Migrantinnengruppen, für Frauenbewegungen und Frauenvereine. Angesichts des gesellschaftlichen Backlash und Sparpolitik muss die Frauen(projekte)infrastruktur selbstbewusst neue nachhaltige Organisations- und Finanzierungsstrategien und verlässliche Kooperationen entwickeln.

Koordination: Mechthild Rawert

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Podiumsdiskussion: Unsichtbare Lebensrealitäten vietnamesischer Frauen in Deutschland

Menschenhandel und die Ausbeutung von zugewanderten Frauen aus Vietnam finden oft im Verborgenen statt. Der Kurzfilm “Stinkfrucht” (2022) von Âni Võ gibt Einblick in die Lebensrealitäten betroffener Frauen und macht strukturelle Ungleichheiten sichtbar. Im Anschluss diskutieren die Regisseurin Âni Võ und Noi Pai von Ban Ying e.V. über die Hintergründe und die Wirkung des Films. Zudem geht es um die Frage, welche gesellschaftlichen Strukturen Ausbeutung begünstigen und welche Verantwortung wir als Gesellschaft und Einzelne tragen, hinzusehen und zu handeln.

Moderatorin:

  • Thu Lan Nguyen, Koordinatorin für Flüchtlingsfragen, Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf

Referentinnen:

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Lesung: Migrantinnen – was war, was ist, was wird sein?

Seit über 50 Jahren existieren in Berlin Projekte für und mit Migrantinnen. Diese Projekte befinden sich in unterschiedlicher Trägerschaft und haben verschiedene Handlungsfelder – allen gemeinsam ist: Sie sind unverzichtbar! Im Rahmen einer literarischen Collage – teilweise mit Texten aus den 90er Jahren – werden die Stimmen der Praktikerinnen zu Wort kommen. Angesprochen werden unterschiedliche Bereiche aus der langjährigen Praxis der Migratninnenprojekte und des gesellschaftlich-politischen Kontextes. Leider stellen wir fest, dass viele der Forderungen auch heute noch hochaktuell sind.

Referentin:

Moderatorin:

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Workshop: Von historischen Kämpfen zu aktuellen Herausforderungen: Migrantische Frauen in Bewegung

Nach der Einführung durch die Vorsitzende gibt Dr. Elisabeth Kimmerle, Autorin des Buches “Frauen in Bewegung. Politische Räume von Migrantinnen aus der Türkei in West-Berlin (1961–1989)“ einen Einblick in migrantische politische Kämpfe von Frauen seit den 1970er Jahren. Nach einer Lesung der Literaturgruppe wird die aktuelle Arbeit vorgestellt und über Fragen der Gleichstellung sowie politische und gesellschaftliche Zukunftsperspektiven, u.a. im Hinblick auf die finanziellen und gesetzlichen Rahmenbedingungen, diskutiert. Erkennbar werden Kontinuitäten feministischer Selbstorganisation.

Referentinnen:

Moderation:

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Workshop: Wir sind unersetzlich! – Wir wollen eine nachhaltig gesicherte Fraueninfrastruktur für alle Berliner*innen

Berlin ist stolz auf seine bunte Vielfalt an Frauenbewegungen, Frauenvereine, -initiativen und -projekte. Diese sind derzeit stark verunsichert, u.a. durch sich veränderndes frauen*politisches Engagement, öffentliche Sparpolitik, Anti-Gendering, Wandel der Arbeitswelten, KI, … . Über die Besonderheiten und die gesellschaftspolitische Wertschätzung der Branche „Frauen(projekte)infrastruktur“ wissen wir letztlich wenig. Deshalb wurde die Online-Befragung „Analyse der Berliner Fraueninfrastruktur – Bewegungskultur und Strukturen“ in Auftrag gegeben. Ihre Ergebnisse werden hier erstmals vorgestellt.

Referentinnen:

Moderation:

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Impulsvortrag: Feminismus finanzieren – damit es starke Akteur*innen gibt

Viele feministische Vereine und Projekte entstanden aus zivilgesellschaftlichem Engagement und fördern im Ehren- und Hauptamt wirkungsvolle Beiträge zur Gleichstellung der Geschlechter. Meistens sind sie unterfinanziert. Angesichts öffentlicher Mittelkürzungen stellt sich die Frage nach weiteren verlässlichen Finanzierungsstrategien. Im Stiftungsbereich ist Gleichberechtigung nur zu 0.6 Prozent als Stiftungszweck benannt, wird nur 4,1 Prozent privater Spenden für Frauenrechte verausgabt. Vorgestellt wird ein neuer Leitfaden „Weil wir es wert sind“ und das Prinzip der GivingCircle-Abende.

Referentinnen:

  • Karin Heisecke, Senior-Beraterin für Strategien in Philanthropie und Advocacy für sozialen Wandel mit Schwerpunkt Geschlechtergerechtigkeit
  • Anna Poeschel, Gründerin der Women*s Society Berlin 

Moderation:

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Masterclass: Zeit für eigene neue Ideen für die Fraueninfrastruktur in Berlin

In vielen Vereinen sind die ehrenamtlichen Vorstände überlastet, eine Nachfolge ist schwer zu finden (Generationenwandel). Will die Berliner Politik und Verwaltung, dass feministische Strukturen die „Ownership“ über die aus den Frauenbewegungen heraus erkämpften professionalisierten Arbeitsfeldern behalten? Wie sieht es mit Guter Arbeit und Tariftreue aus? In Schleswig-Holstein wurde mit Unterstützung des Landes eine gGmbH mit eigenem Overhead gegründet, in der Vereine/Träger unter Wahrung von Selbstbestimmung und Eigenverantwortung Mitglied werden können? Auch eine Idee für Berlin?

Referentinnen:

Moderation:

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Vortrag: Sexismus am Arbeitsplatz

Aufgezeigt werden branchenübergreifende Daten zu Ausmaß, Erscheinungsformen und Folgen von Sexismus am Arbeitsplatz. 63 Prozent der Erwerbstätigen haben bereits Sexismus im Job erlebt. Betroffen sind vor allem Frauen und genderqueere Personen, während Sexismus mehrheitlich von Männern ausgeht. Häufig führt dieses zu emotionalen zu viele Leerzeichen und psychischen Belastungen, Karriere und finanzielle Lebenslagen werden beeinträchtigt. Vorgestellt werden konkrete Handlungsempfehlungen, wie staatliche Verantwortung, rechtliche Rahmenbedingungen und betriebliche Praxis stärker miteinander verzahnt werden können.

Referentin:

Moderatorin:

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Workshop: Ist Feminismus noch eine Mission?

Die Frauenbewegung gilt als erfolgreichste soziale Kraft des 20. Jahrhunderts. Doch wo steht sie heute? Antifeminismus, Generationenkonflikte und die Zersplitterung in Identitätsdebatten (Frauen, FLINTA*) fordern die Bewegung heraus. Gleichzeitig schwächen chronische Unterfinanzierung und der Spagat zwischen Ehrenamt und Professionalisierung die Strukturen. Löst sich die Kraft zur Abschaffung des Patriarchats gerade auf? Oder können die heutigen vielfältigen Feminismen eine gemeinsame politische Klammer bilden und unsere Demokratie stärken? Diskutieren Sie mit!

Moderation:

  • Dr. Sabine Kersting, KOBRA 

Speakerinnen:

Ausstellung Stadt für ALLE.

Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl herausragender Projekte von Architektinnen inBerlin aus der jährlich stattfindenden da! Ausstellung der Architektenkammer. Diese Projekte stehen stellvertretend für die nach wie vor noch immer zu wenigen weiblichen Vorbilder in der Architektur. 2021 fand das erste Women in Architecture (WIA) Festival in Berlin statt, 2025 wurde es bereits bundesweit ausgerichtet. Diese Ausstellung und das WIA-Festival leisten damit einen Beitrag zu mehr Sichtbarkeit von Planerinnen und größerer Diversität in der Baukultur.

Kuratorin:

  • Elke Duda, Architektin BDAao, WIA Berlin / n-ails e.V.


Mitwirkende Architektinnen

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Foto-Ausstellung „I’m not a victim. I’m a survivor“ von Oleksandra Bienert / CineMova Ukrainian Empowerment Network e.V.

Die Ausstellung zeigt analoge Schwarz-Weiß-Porträts von Frauen, die infolge des russischen Angriffskrieges 2022 aus der Ukraine nach Berlin geflohen sind. Ergänzt werden die Fotografien durch kurze Interviewtexte mit den porträtierten Frauen. Aus meiner Sicht ergänzt die Ausstellung zentrale Themen des Kongresses sehr gut, insbesondere Fragen von Flucht, Repräsentation und anti-osteuropäischem Rassismus.

  • 18 Fotografien (A1) plus Begleittexte
  • zusätzlich Flyer/Geschichten der porträtierten Frauen zum Mitnehmen

Nur Ja heisst Ja! – Das Kollektiv

„Nur Ja heißt Ja!” ist eine feministische Initiative, die eine grundlegende Reform des deutschen Sexualstrafrechts fordert. Ihr Ziel: das sogenannte Zustimmungsprinzip – Sex ist nur dann einvernehmlich, wenn alle Beteiligten aktiv und erkennbar zustimmen. Alles andere ist Vergewaltigung.

Seit 2016 gilt in Deutschland die „Nein heißt Nein” -Regelung nach § 177 StGB. Die Initiative kritisiert daran vor allem eines: Die Beweislast liegt noch immer bei den Betroffenen. Wer erstarrt, sich nicht wehrt oder aus Angst schweigt, riskiert, dass das als Zustimmung gewertet wird. Das Kollektiv macht sichtbar, was Wissenschaft und Praxis längst bestätigen: Freezing ist eine normale Schutzreaktion – kein Einverständnis. 15 EU-Länder haben das Zustimmungsprinzip bereits eingeführt. Deutschland nicht. „Nur Ja heißt Ja!” organisiert Petition, Öffentlichkeitsarbeit und Solidarität für Betroffene – und verbindet politischen Aktivismus mit konkreten Hilfsangeboten. Getragen wird die Initiative vom Verein Hässlich & Grässlich e.V. Referent*innen: Kollektiv „Nur ja heisst ja!“

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Kunstaktion Rotes Netz: „Sangre de mi sangre» — Blut meines Blutes

Sorjuanas Berlin lädt zum gemeinsamen Weben ein. Das Projekt macht auf Feminizide und das gewaltsame Verschwindenlassen von Frauen aufmerksam.

Das Werkzeug des Widerstands ist das Weben. Rotes Garn steht dabei für das Blut, das durch patriarchale Gewalt vergossen wird – und gleichzeitig für die Möglichkeit, sich zu vereinen, gemeinsam Widerstand zu leisten und zu heilen. Für Sorjuanas Berlin ist das Weben auch eine Form der Erinnerung: ein Aufzeigen dessen, was wir erleben und erleiden. Und eine Art, neue Welten zu weben, zu erzählen und zu bewohnen. Sorjuanas Berlin lädt ein, Teil dieser partizipativen Kunstaktion zu werden. Durch gemeinsames Weben entsteht ein kollektiver Ausdruck des Widerstands und der Solidarität mit den Betroffenen und ihren Familien. Vorkenntnisse braucht es keine. Willkommen sind alle, auf Deutsch, Englisch und Spanisch. Ein Kunstprojekt, das verbindet – Hände, Geschichten, Kontinente.

Künstler*Innen / Referent*innen: Sorjuanas Berlin

Carmel Zoum
singer 🔆 beatmaker 🔆 dj 🔆 solarpunk

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Bitte geben Sie bei Ihrer Spende unbedingt folgenden Betreff an:

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BIC: GENODED1PAX
Zweck:  Spende FemSK 2026 Sonderkonto Lotto

So kann die Spende direkt für die Durchführung des Kongresses verwendet werden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Solidarität!

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