Frauen in Deutschland

Kaum Führungsfrauen in öffentlichen Unternehmen

Für privatwirtschaftliche Unternehmen liegen zahlreiche Studien zum Frauenanteil in den Aufsichtsräten und Vorständen vor, für öffentliche Unternehmen liefert die Literatur dagegen bisher keine Vergleichsstudien. Dem machen Ulf Papenfuß und Matthias Schrader mit ihrer Analyse der Jahresabschlüsse von 320 öffentlichen Unternehmen aller Landeshauptstädte sowie des Bundes in den Jahren 2006 bis 2009 ein Ende.

dbb-Frauen kritisieren Betreuungsgeld

Als aktuell nicht zielgerichtete Investition hat die dbb bundesfrauenvertretung das geplante Betreuungsgeld bezeichnet, das Eltern erhalten sollen, die ihre Kinder zu Hause erziehen. „Zuerst muss das von den Eltern so dringend nachgefragte Angebot an Betreuungsangeboten vorhanden sein, bevor wir über ein Betreuungsgeld sprechen können“, erklärte die Bundesvorsitzende Helene Wildfeuer Ende Januar.

Studie: Migratinnen in der Kommunalpolitik

Deutschland ist ein Entwicklungsland, wenn es um die Repräsentanz von Migrantinnen und Migranten in der Kommunalpolitik geht. Sie stellen nur knapp vier Prozent der Ratsmitglieder in den deutschen Großstädten. Dies ist ein Ergebnis einer neuen Studie der Heinrich-Böll-Stiftung. Die gute Nachricht: Migrantinnen sind unter den Ratsmitgliedern proportional häufiger vertreten als Nichtmigrantinnen.

Frauen wollen mehr Zeit für sich selbst

Fast zwei Drittel der Männer wünschen sich im neuen Jahr 2012 mehr Zeit für Familie und Freunde, 55 Prozent der Frauen hätten dagegen gern mehr Zeit für sich selbst. Das ist das Ergebnis des Ende 2011 veröffentlichten DAK-Gesundheitsbarometers “Gute Vorsätze 2012”. Frauen machen sich laut der Umfrage deutlich mehr Sorgen als Männer: Streit oder Ärger in der Familie (50 zu 40 Prozent), Hektik und Stress im Alltag (46 zu 41 Prozent) sowie gesundheitliche Sorgen (48 zu 36 Prozent) machen ihnen zu schaffen.

Migrantinnen kritisieren Ministerin Schröder

Der Bundesverband der Migrantinnen in Deutschland hat jetzt Frauenministerin Kristina Schröder (CDU) für ihre Äußerungen zur aktuellen Studie "Zwangsverheiratung in Deutschland - Anzahl und Analyse von Beratungsfällen" scharf kritisiert. Die Ministerin nutze die Studie für ihr machtpolitisches Kalkül und würde sich auf Kosten von Migrantinnen profilieren. Schröder präsentiere sich "als vermeintliche Helferin von Migrantinnen" und scheue sich nicht, "die Ergebnisse der Studie auf den Kopf zu stellen, Zusammenhänge zu verdrehen und eigene 'einfach so' mal abzuleiten".

Deutscher Frauenrat feiert 60-jähriges Jubiläum

Bei seiner Mitgliederversammlung 2011 hat der Deutsche Frauenrat (DF) jetzt 60-jähriges Bestehen gefeiert: Am 8. Dezember 1951 hatten 14 Frauenverbände den „Informationsdienst für Frauenfragen“ gegründet, aus dem sich bis heute die „Lobby der Frauen“ entwickelt hat. „Solange Frauen strukturell diskriminiert werden, ist deren Interessenvertretung unabdingbar, die Forderung nach Geschlechtergerechtigkeit aktueller denn je", erklärte die DF-Vorsitzende Marlies Brouwers anlässlich der Feierstunde am 12. November.

Führungsfrauen: Reaktionen auf Zielmarken der DAX-Konzerne

Die Reaktionen auf die Ergebnisse des Treffens von Bundesfrauenministerin Kristina Schröder (CDU) und ihren Kabinettskolleginnen Ursula von der Leyen (CDU) und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) mit den Vorstandsmitgliedern der Dax-30-Unternehmen zur Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen fallen verhalten aus. So kritisierte Berlins Frauensenator Harald Wolf (Linke), dass Ministerin Schröder die Entscheidung über die Quote den Unternehmen überlasse.

Startschuss für Forum Equal Pay Day

Die Bundesgeschäftsstelle Entgeltgleichheit und das Forum Equal Pay Day öffnen ab sofort ganzjährig ihre Pforten. Dies teilten die Business and Professional Women (BPW) Germany, Initiatorinnen des Equal Pay Day in Deutschland, mit. Ziel ist es, die Initiative des Equal Pay Day, des Tags für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern, über den Aktionstag hinaus durch ein ganzjähriges Engagement deutlich zu stärken. Die Bundesgeschäftsstelle Entgeltgleichheit wird Leitfäden für Veranstaltungen, Werbemittel und Informationsmaterial zum Thema Entgeltgleichheit bereitstellen.

Fachkräfte: Frauenbeschäftigung birgt Potenziale

Anlässlich der aktuellen Debatte zur Bekämpfung des aufkommenden Fachkräftemangels hat die Bundesagentur für Arbeit (BA) jetzt noch einmal erklärt, dass sie dabei eine Doppelstrategie verfolge: Aktivierung des inländischen Potenzials und gezielte Zuwanderung. So gehe es hierzulande zum Beispiel darum, die Zahl der Schul-, Studien- und Ausbildungsabbrecher zu reduzieren sowie ältere Menschen und Frauen stärker in das Erwerbsleben einzubinden. In der Broschüre "Perspektive 2025" analysiert die BA das Problem des Fachkräftemangels umfassend und stellt unter anderem das Handlungsfeld "Erwerbspartizipation und Arbeitszeitvolumen von Frauen steigern" dar. Fazit: Wenn mehr Frauen arbeiten und dies mehr als bisher in Vollzeit tun sowie teilzeitbeschäftigte mehr Wochenstunden arbeiten, ergibt dies ein Gesamtpotenzial von 0,7 bis 2,1 Millionen Vollzeitäquivalenten.

Mädchen häufiger von sexueller Gewalt betroffen als Jungen

Schulen, Internate und Heime sind häufig mit Verdachtsfällen auf sexuelle Gewalt oder unterschiedlichen Formen von Übergriffen konfrontiert: 43 Prozent der Schulen, knapp 40 Prozent der Internate und über 70 Prozent der Heime mussten sich in den vergangenen drei Jahren mit solchen Fällen auseinandersetzen. Mit 82 Prozent sind Mädchen wesentlich häufiger von sexueller Gewalt betroffen als Jungen – die verdächtigten Täter sind überwiegend männlich.

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