Aktuell

LFR-Gesprächsrunde zur Frauenpolitik in Berlin

Jede Menge Motivation bringen die neuen frauen- und gleichstellungspolitischen SprecherInnen der Fraktionen im Abgeordnetenhaus für ihre Aufgabe mit. Allerdings ist die eine oder andere noch dabei, sich einen Überblick über das Politikfeld mit Querschnittsfunktion zu verschaffen. Das wurde bei der Gesprächsrunde des LFR Berlin am 20. Februar mit Dr. Ina Czyborra (SPD), Katrin Vogel (CDU), Anja Kofbinger (Bündnis 90/Die Grünen) und Simon Kowalewski (Piraten) deutlich – Evrim Sommer (Die Linke) hatte kurzfristig wegen der aktuellen Haushaltsverhandlungen absagen müssen.

dbb-frauen: Position zur Gleichstellung im öffentlichen Dienst

Es wird Zeit zu „handeln statt nur zu reden“ lautet die Devise, unter der die dbb bundesfrauenvertretung Stellung zum Ersten Gleichstellungsbericht des Bundes bezogen hat. In einem jetzt veröffentlichten Positionspapier fordert sie eine „Lebensverlaufsorientierte Gleichstellungspolitik für den öffentlichen Dienst“. „Gleichstellung geht jeden an. Auch die Gewerkschaften müssen sich einmischen“, betont Helene Wildfeuer, die Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung. „Mit unserem Positionspapier liefern wir die Antwort auf den Gleichstellungsbericht der Bundesregierung.

Jahresauftakt mit Empfängen

(von Friesen) Wer hätte das gedacht: Eberhard Diepgen, 15 Jahre lang mit kurzer Unterbrechung ausgerechnet zum Zeitpunkt des Mauerfalls Regierender Bürgermeister, war nie Präsident des Bundesrates. Das gab er mit etwas Wehmut am Rande des Neujahrsempfangs der Frauen-Union (FU) der CDU Berlin am 1. Februar preis. Er schien sich, inzwischen 70-jährig, im Kreis der munter plaudernden Parteifreundinnen ausgesprochen wohl zu fühlen.

dbb-Frauen kritisieren Betreuungsgeld

Als aktuell nicht zielgerichtete Investition hat die dbb bundesfrauenvertretung das geplante Betreuungsgeld bezeichnet, das Eltern erhalten sollen, die ihre Kinder zu Hause erziehen. „Zuerst muss das von den Eltern so dringend nachgefragte Angebot an Betreuungsangeboten vorhanden sein, bevor wir über ein Betreuungsgeld sprechen können“, erklärte die Bundesvorsitzende Helene Wildfeuer Ende Januar.

Girls' Day 2012 am 26. April

Girls'Day und Boys'Day finden 2012 am Donnerstag, den 26. April, statt. Bundesministerien und Verbände rufen zur Unterstützung auf. Unternehmen, Eltern und Schulen sollen Schülerinnen und Schülern der Mittelstufe die Teilnahme an diesem einzigartigen Berufsorientierungstag ermöglichen. Unternehmen und Organisationen sind aufgerufen ihre Veranstaltungen in die zentrale Aktionslandkarte unter www.girls-day.de bzw. www.boys-day.de einzutragen, wo Jugendliche nach Angeboten suchen und sich anmelden können.

ADS: Themenjahr 2012 gegen Altersdiskriminierung

Gemeinsam mit zahlreichen Prominenten aus Film, Literatur, Musik und Politik hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) Ende Januar eine Reihe von Veranstaltungen und Aktionen zum Auftakt des Themenjahres "Im besten Alter. Immer" begonnen. Der Grund: Generationengerechtigkeit und Diskriminierungen aufgrund des Alters werden in unserer älter werdenden Gesellschaft immer wichtiger. Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der ADS ergab, dass jede(r) fünfte Deutsche schon einmal Altersdiskriminierung erlebt hat.

DIW-Managerinnen-Barometer: Weiterhin männliche Monokultur

Im Jahr 2011 hat sich der Frauenanteil in den Aufsichtsräten und Vorständen großer Unternehmen und Banken in Deutschland kaum verändert. Dies ist das Ergebnis des aktuellen Managerinnen-Barometers des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Im Vergleich zum Vorjahr konnten die DIW-Expertinnen Elke Holst und Julia Schimeta keinen nennenswerten Anstieg bei der Zahl der Frauen in Top-Positionen beobachten.

LFR-Weihnachtsbrief 2011

Die LFR-Vorsitzende Regina Seidel hat sich bei den Mitgliedsorganisationen mit einem Weihnachtsbrief für die Zusammenarbeit und das frauenpolitische Engagement im zu Ende gehenden Jahr 2011 bedankt. Gleichzeitig geht sie auf erste Pläne für 2012 ein – darunter die erste LFR-Veranstaltung am 23. Januar 2012, bei der die neue Frauensenatorin Dilek Kolat (SPD) im UCW zu Gast sein wird.

Der Weihnachtsbrief kann im Anhang heruntergeladen werden.

Bundestag beschließt Hilfetelefongesetz

Der Bundestag hat am 1. Dezember einstimmig den Gesetzentwurf zur Einrichtung des Frauenhilfetelefons beschlossen, den Bundesfrauenministerin Kristina Schröder (CDU) im Sommer vorgelegt hatte. Frauenorganisationen haben das so genannte Hilfetelefongesetz einhellig begrüßt, weisen aber auch darauf hin, dass die bestehende Infrastruktur für von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder wie Frauenhäuser oder Beratungs- und Interventionsstellen auf eine sichere, stabile finanzielle Basis gestellt werden muss.

DF: Kritik an Umsetzung des Bundesgleichstellungsgesetzes

Vor zehn Jahren, am 5. Dezember 2001, trat das Bundesgleichstellungsgesetz (BGleiG) in Kraft, das bei der Bundesverwaltung und den Bundesgerichten für die Gleichstellung von Frauen und Männern sorgen soll. "Ein Gesetz kann nur so gut sein, wie die Bemühungen um seine Umsetzung hoch sind", kritisierte die Vorsitzende des Deutschen Frauenrates (DF) anlässlich des Jahrestages den aktuellen Frauenanteil bei den Führungspositionen in den Ministerien "Eine Kultur der Gleichstellung sieht anders aus." Der DF wolle, dass aus einem gut gemeinten ein wirkungsvolles Gesetz werde.

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