Frauen in aller Welt

Internationaler Tag gegen Genitalverstümmelung

Immer am 6. Februar, dem Internationalen Tag "Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung", wird auf diese menschen­verachtende Praxis aufmerksam gemacht. "Genitalverstümmelung ist eine schwere Menschen­rechts­ver­letzung. Seelische und gesund­heitliche Schäden sind die Folgen", betont das Ent­wicklungs­ministerium anlässlich des Aktionstages 2012. Nach auf seiner Website veröffentlichten Schätz­ungen sind welt­weit etwa 140 Millionen Frauen betroffen, jedes Jahr kommen drei Millionen Mädchen und Frauen hinzu.

Internationaler Mädchentag am 11. Oktober

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat den 11. Oktober zum "International Day of the Girl Child" bestimmt. Im Dezember 2011 hat sie eine entsprechende Resolution angenommen. Mit diesem Aktionstag soll weltweit auf die spezifischen Probleme von Mädchen aufmerksam gemacht werden. Auch der Bundestag hatte erst vor kurzem für den Welt-Mädchentag geworben und die Bundesregierung fraktionsübergreifend aufgefordert, sich bei den Vereinten Nationen für diesen Internationalen Tag zu engagieren.

Friedensnobelpreis geht an drei Frauen

Der Friedensnobelpreis 2011 wird an drei Frauen verliehen. Die liberianische Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf sowie die beiden Frauenrechtlerinnen Leymah Roberta Gbowee (ebenfalls Liberia) und Tawakkul Karman (Jemen) werden "für ihren unblutigen Kampf für die Sicherheit von Frauen und für ihr Recht, in vollem Umfang am Streben nach Frieden mitzuwirken" geehrt. "Wir können nicht Demokratie erreichen und Frieden in der Welt herstellen, ohne dass Frauen dieselben Möglichkeiten wie Männer haben, die Gesellschaft auf allen Ebenen zu beeinflussen", erklärte die Jury.

Alternative Nobelpreise gehen an zwei Frauen

Die so genannten "alternativen Nobelpreise" gehen in diesem Jahr an die Anwältin Jacqueline Moudeina aus dem Tschad, die Hebamme Ina May Gaskin in den USA, den Solar-Unternehmer Huang Ming (China) und die spanische Organisation GRAIN, die sich für die Rechte von Bauern in Entwicklungsländern einsetzt: Wie das Internetportal Entwicklungspolitik Online meldete, erhalte Huang Ming den nicht dotierten Ehrenpreis "für seinen herausragenden Erfolg in der Entwicklung und Massenverbreitung von Spitzentechnologien für die Nutzbarmachung von Solarenergie".

Weltmädchentag künftig am 22. September?

Geht es nach den Bundestagsabgeordneten wird der 22. September künftig Weltmädchentag sein. Die vier Fraktionen von CDU/CSU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen haben jetzt die Bundesregierung in einem gemeinsamen Antrag (Drucksache 17/7021) aufgefordert, sich genau dafür bei den Vereinten Nationen einzusetzen. Sie begründen ihr Engagement mit der Diskriminierung und Ausbeutung von Mädchen in vielen Teilen der Erde.

30 Jahre CEDAW

Anlässlich des 30. Jahrestages seit dem Inkrafttreten des internationalen Frauenrechtsübereinkommens CEDAW hat die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), Christine Lüders, gefordert, die Rechte der Frauen in Deutschland zu stärken. „Das Abkommen war ein Meilenstein für die Rechte der Frau, aber wir sind trotzdem noch meilenweit von der tatsächlichen Gleichstellung entfernt“, so Lüders am 3. September in Berlin.

EP-Resolution: Im Zweifel die Quote

Mit 534 Ja- und 109 Nein-Stimmen bei 29 Enthaltungen hat das Europäische Parlament (EP) im Juli eine umfangreiche Resolution zu Frauen in Führungspositionen in der Privatwirtschaft beschlossen. Darin begrüßt es die Aktivitäten der EU-Kommission zur Erhöhung der Frauenanteils und nennt als Ziel, dass bis 2015 insgesamt 30 Prozent und bis 2020 dann 40 Prozent der Positionen in Aufsichtsräten und Vorständen der größten börsennotierten EU-Unternehmen mit Frauen besetzt sein sollen.

Bald sieben Milliarden Menschen

Mit 6.973.762.000 Menschen hatte die Weltbevölkerung am 11. Juli, dem Weltbevölkerungstag, einen neuen Höchststand erreicht. In nur dreieinhalb Monaten – am 31. Oktober – wird bereits die Sieben-Milliarden-Menschen-Marke überschritten, teilte die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung kürzlich mit. „Ein erheblicher Teil des Bevölkerungswachstums in Entwicklungsländern geht auf ungewollte Schwangerschaften zurück“, erläuterte Geschäftsführerin Renate Bähr.

UN Women: Bericht zur Lage der Frauen

Frauen genießen weltweit mehr Rechte als jemals zuvor. Dennoch sind sie nach wie vor Opfer von Diskriminierung und Gewalt, für viele Frauen existieren gleiche Rechte nur auf dem Papier. Das ist das zentrale Ergebnis des Anfang Juli veröffentlichten Berichts der Vereinten Nationen zur Lage der Frauen auf der Welt.

Aktionswochen für Mädchenbildung

Unter dem Motto: „Erzähle uns eine Geschichte – Bildung für Mädchen und Frauen weltweit!“ finden vom 2. bis zum 31. Mai 2011 Aktionswochen der Globalen Bildungskampagne statt: Bildung ist ein fundamentales Menschenrecht und spielt im Kampf gegen Armut eine zentrale Rolle. Weltweit können 69 Millionen Kinder nicht zur Schule gehen – 54 Prozent davon sind Mädchen. Besonders in armen Ländern haben Mädchen und Frauen es schwer, ihr Recht auf Bildung wahrzunehmen.

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