Drei Senatorinnen in der neuen Landesregierung

Die Würfel sind gefallen: Die Koalitionspartner SPD und CDU haben ihr Personaltableau für die neue Landesregierung vorgestellt. Danach wird der Regierende Bürgermeister am 1. Dezember 2011 drei Senatorinnen und fünf Senatoren berufen. Diese sind von der SPD Sandra Scheeres für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Dilek Kolat für Arbeit, Integration und Frauen und Ulrich Nußbaum für Finanzen sowie Michael Müller für Stadtentwicklung und Umwelt und von der CDU Sybille von Obernitz für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Michael Braun für Justiz und Verbraucherschutz, Mario Czaja für Gesundheit und Soziales sowie Frank Henkel für Inneres und Sport. Der Frauenanteil im neuen Senat liegt damit bei einem Drittel oder 33,33 Prozent. Dem vorigen Senat hatten vier Frauen angehört (44,44 Prozent).

Die rot-schwarze Koalition verzichtet auf "Importe" aus anderen Bundesländern, der neue Senat kommt aus der Berliner Politik. Einzig mit Sybille von Obernitz, bisher Bereichsleiterin für Berufliche Bildung und Bildungspolitik beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), führt künftig eine Quereinsteigerin eine Senatsverwaltung. Unbekannt ist die neue Wirtschaftssenatorin in der Hauptstadt aber keineswegs, ganz im Gegenteil beschreiben sie Kommentatoren als anerkannte Expertin und gute Wahl. Dilek Kolat, die neue Frauensentorin, war bisher Vize-Fraktionschefin der SPD, ist eine ausgewiesene Finanzpolitikerin und erste Senatorin mit Migrationshintergrund in Berlin. Ihre Parteikollegin Sandra Scheeres hat sich als jugend- und familienpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion einen Namen gemacht und gilt in Fachkreisen als profilierte Jugendpolitikerin. Ihre Benennung war die einzige wirklich Überraschung, denn bisher wurde sie als Staatssekretärin für die Senatsbildungsverwaltung gehandelt, deren Chefin sie nun wird.

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