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Lüders ruft zum Kampf gegen Homophobie auf
Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), Christine Lüders, hat zu einem entschiedenen Kampf gegen Homophobie aufgerufen. "Kein Mensch darf auf Grund seiner sexuellen Identität diskriminiert werden. Intoleranz und Ausgrenzung schaden nicht nur den Betroffenen, sondern der gesamten Gesellschaft", betonte Lüders anlässlich des Internationalen Tages gegen Homophobie am 17. Mai. Die Diskriminierung von Lesben und Schwulen aber auch transidenter Menschen sei leider weiterhin an der Tagesordnung. "Auch in unserer Beratungstätigkeit werden wir immer wieder mit Benachteiligungen von homosexuellen Frauen und Männern konfrontiert. Die Bandbreite reicht von Mobbing am Arbeitsplatz bis hin zu Abweisungen bei Restaurantbesuchen oder bei der Wohnungssuche", erläuterte Lüders. Seit Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) im August 2006 habe es immer wieder Anfragen wegen Benachteiligungen oder Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Identität gegeben. Lüders weiter: "Wir wollen alle davon überzeugen, dass eine diskriminierungsfreie Gesellschaft lebenswerter ist. Deutschland soll ein Land werden, das von einer Kultur der Vielfalt geprägt ist." Als weiteren wichtigen Schritt für die rechtliche Gleichstellung von Schwulen und Lesben wertete die ADS-Leiterin das Gesetzesvorhaben der Bundesregierung zur Übertragung ehebezogener Regelungen im öffentlichen Dienstrecht auf Lebenspartnerschaften, das noch in diesem Jahr verabschiedet werden soll. Die Initiative hierfür geht auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts zurück, das die Ungleichbehandlung von Ehe und eingetragener Lebenspartnerschaft bei der Hinterbliebenenrente für Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes für verfassungswidrig erklärt hatte. Lüders verwies ferner darauf, dass die ADS zurzeit eine Studie zu Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen von lesbischen und bisexuellen Frauen sowie transidenter Menschen fördere, die von der Lesbenberatungsstelle Berlin durchgeführt wird. Der Internationale Tag gegen Homophobie geht auf einen Beschluss der Generalversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zurück. Diese hatte vor 20 Jahren – am 17. Mai 1990 – beschlossen, Homosexualität von der Liste der Krankheiten zu streichen. Der 17. Mai wurde daraufhin zum Internationalen Tag gegen Homophobie ausgerufen. Weltweit machen an diesem Tag Organisationen mit Aktionen und Veranstaltungen auf Homophobie, Diskriminierung und Gewalt aufmerksam. Weitere Informationen unter http://www.antidiskriminierungsstelle.de |
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Letzte Änderung:
03.09.2010
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