|
|
Teilhabe und Repräsentanz im interkulturellen Berlin
Unter der Überschrift „Teilhabe und Repräsentanz von Berlinerinnen mit Migrationshintergrund“ beschäftigt sich der LFR Berlin in diesem Jahr schwerpunktartig mit Frauenorganisationen als Akteurinnen für ein interkulturelles Berlin. Ziel ist die Entwicklung eines Positionspapiers, das sich mit der Situation von Frauen mit Migrationshintergrund beschäftigt. Es soll Ideen zusammenfassen, wie ihre Anliegen in die Arbeit des LFR und seiner Mitgliedsorganisationen integriert und ihre gesellschaftliche Teilhabe insgesamt gestärkt werden kann. Die Arbeit an dem Positionspapier soll durch eine Veranstaltung flankiert werden. Vor allem will der LFR Berlin durch das Projekt den Dialog mit Berlinerinnen mit Migrationshintergrund, ihren Netzwerken und Vereinen verstärken. Derzeit engagieren sich sechs von den 45 LFR-Mitgliedsorganisationen im Themenfeld „Integration und Migration“. Mit ihnen hat kürzlich im Büro der SPD-Bundestagsabgeordneten und LFR-Vorstandsfrau Mechthild Rawert eine erste Gesprächsrunde stattgefunden. Dabei wurde unter anderem deutlich, dass das Wahlrecht für alle Berlinerinnen und Berliner – auch für lange in Berlin lebende Menschen mit dem Pass eines Nicht-EU-Landes – ein wichtiges Signal wäre, dass sie in unserer Gesellschaft willkommen sind. Bei dem ersten Austausch wurden auch Fragen des Aufenthaltsrechts und des Zuwendungsrechts des Landes Berlin sowie die Zusammenarbeit mit anderen gesellschaftlichen Gruppen angesprochen. Zur Vorbereitung des Projekts dient als zweites Element eine Fragebogenaktion: Im Mai haben alle 45 LFR-Mitgliedsorganisationen den Fragebogen zu der Thematik erhalten. Damit soll erfasst werden, wie viele Berlinerinnen mit Migrationshintergrund sich schon dort einbringen, welche Themen für die verschiedenen Vereine wichtig sind und mit welchen Maßnahmen sie Migrantinnen in die laufende Arbeit integrieren. Ende Juni läuft die Abgabefrist für den Fragebogen aus. Anschließend werden die Antworten ausgewertet und eine Liste mit Problemstellungen und Lösungsvorschlägen erarbeitet, die bei einer Veranstaltung und im Positionspapier thematisiert werden sollen. Wann dieser Prozess abgeschlossen sein wird, steht noch nicht fest. Aber jetzt zeichnet sich schon ab, dass die Debatte bis ins Jahr 2011 dauern wird. |
|
|
Letzte Änderung:
03.09.2010
|
|